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01.12.2013

12:46 Uhr

Pisa-Test

Deutschland bleibt nur Mittelmaß

Im internationalen Vergleich unter Schülern aus 68 Ländern machen Deutschlands Jugendliche keinen Boden gut. Der jüngste Pisa-Test in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften offenbart: Es gibt noch Defizite.

Im internationalen Vergleich sind deutsche Schüler längst noch nicht spitze. dpa

Im internationalen Vergleich sind deutsche Schüler längst noch nicht spitze.

BerlinDie deutschen Schüler landen beim neuen internationalen Pisa-Schulleistungstest erneut im Mittelfeld. Dies berichtet das Magazin „Focus“ ohne nähere Angaben unter Berufung auf Schulexperten. Schwerpunkte der Untersuchung, die im Frühjahr 2012 bei mehr als 6000 Schülern im Alter von 15 Jahren durchgeführt wurde, waren diesmal Mathematik und Naturwissenschaften. Die Ergebnisse der Studie werden von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag weltweit offiziell vorgestellt.

An der jüngsten Leistungsuntersuchung haben laut „Focus“ 68 Staaten teilgenommen. Bei der ersten Pisa-Studie 2010 mit dem Schwerpunkt Lesen waren es erst 40 Staaten oder Regionen. Das nur mittelmäßige deutsche Abschneiden bei dem ersten Test hatte in der Öffentlichkeit den „Pisa-Schock“ ausgelöst. Die Kultusminister hatten daraufhin zahlreiche Schulreformen auf den Weg gebracht, unter anderem einheitliche Bildungsstandards für die 16 Bundesländer.

Chancen durch Veränderung der Schulstruktur

Verlängerung der Grundschule

33 Prozent der Lehrer und 27 Prozent der Eltern meinen mit einer Verlängerung der Grundschule auf sechs Jahre kann man benachteiligte Kinder am besten fördern.

Quelle: Allensbach

Einzelunterricht in der Schule

26 Prozent der Lehrer und 33 Prozent der Eltern meinen, der Einzelunterricht in der Schule verbessere die Situation der Kinder.

Bildung von Klassen mit ähnlich leistungsstarken Schülern

Die Bildung von Klassen mit ähnlich leistungsstarken Schülern ist für 21 Prozent der Lehrer und 40 Prozent der Eltern maßgeblich für eine verbesserte Förderung.

Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems

21 Prozent sowohl der Lehrer als auch Eltern meinen, die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems ist die beste Lösung.

Abschaffung der Noten

Lediglich sieben Prozent der Lehrer und acht Prozent der Eltern würden die Abschaffung der Noten als eine verbessere Förderung benachteiligter Kinder betrachten.

Abschaffung des Sitzenbleibens

Zehn Prozent der Lehrer und zwölf Prozent der Eltern denken, die Abschaffung des Sitzenbleibens ist am besten.

Die Kultusminister sehen bei den deutschen Schulleistungen seit dem ersten Test 2000 einen deutlichen Trend nach oben. Experten warnen jedoch davor, allein auf die Platzierung der Staaten zu schauen, da inzwischen deutlich mehr Staaten an Pisa teilnehmen.

Der Erziehungswissenschaftler und frühere Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz (parteilos), zeigte sich im „Focus“ skeptisch, „ob man in der Kurve nach oben eine durchgehende Leistungssteigerung sehen kann“. Frühere Pisa-Tests hatten auch stets eine in Deutschland besonders ausgeprägte Abhängigkeit von Bildungserfolg und sozialer Herkunft gezeigt.

Pisa-Studie: Aus dem föderalen Chaos lernen

Video: Pisa-Studie: Aus dem föderalen Chaos lernen

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Von

dpa

Kommentare (11)

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Rheiniheini

01.12.2013, 13:02 Uhr

Pisa??? Ich lach mich tot... Wir hatten schon zahlreiche Austauschschüler aus verschiedenen Ländern hier. Die haben kaum "guten Morgen" sagen können. Umgekehrt hat sich unser Junge in den Schulen dort wie im Kindergarten gefühlt, so einfach war es.
Ich glaube, dass die Schulen in anderen Ländern einfach besser tricksen.

MorgenthauPLAN

01.12.2013, 13:15 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

MorgenthauPLAN

01.12.2013, 13:15 Uhr

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