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09.11.2016

04:32 Uhr

Pkw-Maut

Dobrindt plant Änderungen bei Kurzzeittarifen

Der Verkehrsminister ringt um grünes Licht der EU für die umstrittene Pkw-Maut. Dafür muss er sein lange eisern verteidigtes Konzept allerdings noch ändern. Bei einem Kritikpunkt werden nun Details bekannt.

Im Zuge der Verhandlungen mit der EU über die Pkw-Maut plant Alexander Dobrindt Änderungen bei den Kurzzeittarifen. dpa

Alexander Dobrindt

Im Zuge der Verhandlungen mit der EU über die Pkw-Maut plant Alexander Dobrindt Änderungen bei den Kurzzeittarifen.

BerlinBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant im Zuge der Verhandlungen mit der EU über die Pkw-Maut Änderungen bei den Kurzzeittarifen für Fahrer aus dem Ausland. Künftig soll es eine stärkere Differenzierung mit fünf statt bisher drei Preisstufen nach Motorgröße und Schadstoffausstoß geben. Das geht aus einem Ministeriumspapier hervor, über das die „Passauer Neue Presse“ berichtet. Neu hinzu kommt je eine Stufe für kleine, umweltschonende sowie für große Autos.

Konkret soll eine Zehn-Tages-Maut je nach Fahrzeugeigenschaften künftig 2,50 Euro, 4 Euro, 6 Euro, 14 Euro oder 20 Euro kosten. Im geltenden Mautgesetz sind es 5, 10 und 15 Euro. Für eine Zwei-Monats-Maut will das Ministerium künftig 7, 11, 14, 30 und 40 Euro ansetzen. Bisher sind es 16, 22 und 30 Euro. Insgesamt sollen die Änderungen die Einnahmen aus der Kurzzeitmaut nicht schmälern, da sie neben niedrigeren auch höhere Preise umfassen.

Jahresmaut für Fahrer aus dem Ausland

Dobrindt und die EU-Kommission wollen möglichst noch im November eine Einigung für eine Einführung der Pkw-Maut erreichen. Dann müssten die im vergangenen Jahr besiegelten Gesetze geändert werden. Die Brüsseler Behörde war gegen das deutsche Maut-Modell vorgegangen, da es Fahrer aus dem Ausland benachteilige. Auch die Kurzzeittarife waren als teils zu teuer beanstandet worden. Fahrer aus dem Ausland können daneben eine Jahresmaut kaufen.

Inländische Autobesitzer müssen die Jahresmaut zahlen, die ebenfalls nach den Fahrzeugeigenschaften berechnet wird und maximal 130 Euro kostet. Dies soll unverändert bleiben.

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Ein weiterer Kritikpunkt der EU ist, dass allein Inländern ihre Mautzahlungen voll durch eine niedrigere Kfz-Steuer ausgeglichen werden sollen. Im Gespräch ist daher, dass bei besonders umweltschonenden Autos die Steuer sogar etwas stärker sinken könnte als in Höhe der Maut. Dobrindt hat schon klar gemacht, dass die Maut erst nach der Bundestagswahl 2017 eingeführt werden könnte. Vorerst ist die Umsetzung gestoppt.

Von

dpa

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