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28.02.2011

10:28 Uhr

Plagiatsaffäre

Guttenbergs „Sargnagel“ für die Demokratie

Karl-Theodor zu Guttenberg gerät in den eigenen Reihen zunehmend unter Druck. Bundestagspräsident Lammert sieht die Demokratie wegen der Schummel-Affäre in Gefahr. Aus der FDP wird ein Rücktritt ins Spiel gebracht.

Von allen Seiten Druck: Guttenberg. Quelle: dpa

Von allen Seiten Druck: Guttenberg.

BerlinDie Plagiatsaffäre ist für Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) keineswegs ausgestanden. In den Reihen des Koalitionspartners FDP wird ein Rückzug ins Spiel gebracht. Und nach Medienberichten haben 20.000 Bürger im Internet einen Protestbrief an Bundeskanzlerin Merkel (CDU) wegen des Umgangs mit der "Causa Guttenberg" unterzeichnet.

Die Universität Bayreuth hatte seinen Doktortitel aberkannt, weil seine Dissertation zu großen Teilen aus ungekennzeichneten Texten anderer Autoren besteht. Die Kanzlerin hält an ihm als Minister aber bisher fest.

Der forschungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Martin Neumann, gab noch "eine, maximal zwei Wochen Zeit", um die Plagiats- und Täuschungsvorwürfe gegen ihn auszuräumen. "Wenn er die Umstände seiner Promotion weiter so im Unklaren lässt, halte ich ihn als Minister und obersten Dienstherren von zwei Bundeswehruniversitäten nicht mehr für tragbar", sagte er der "Financial Times Deutschland". Er äußerte "große Zweifel an Erklärung, er habe lediglich den Überblick über seine Quellen verloren".

Kommentare (61)

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Manuel

28.02.2011, 09:49 Uhr

Schaut mal hier : http://www.bullionaer.de/shop/showZiemann.php/file/20110228Wutbuerger-die_neuen_nuetzlichen_idioten.htm/file/20110228Wutbuerger-die_neuen_nuetzlichen_idioten.htm/action/latest

........und die Schafe schlafen weiter :-(

azaziel

28.02.2011, 10:03 Uhr

Vertrauen in die Demokratie? Politiker aller Parteien haben ihre Glaubwuerdigkeit schon lange vorher verspielt. Die wenigen, die es ehrlich meinen und die noch nicht das Weite gesucht haben, werden es sehr schwer haben. Es wird Zeit, wieder den Geist der Aufklaerung zu erwecken, der muendige Buerger vor Jahrhunderten dazu ermutigt hat, ihre Freiheit zu suchen.

georg

28.02.2011, 10:08 Uhr

In Anbetracht der Zustände in Lybien, Ägypten, Tunesien kommt mir das hier wie ein Kasperleteather im Superwahljahr vor. Um es klarzustellen: abschreiben ist nicht gut und sollte Konsequenzen haben. Aber es riecht schon seltsam, wie sich die Medien und Abgeordneten der Opposition jetzt auf diesen Minister stürzen. Ich persönlich halte das die Verfehlungen eines gewissen Cem Özdemir für gravierender. Aber daran erinnert sich niemand mehr, gell Herr "Ich-bau-Pipelines-durch-die-Ostsee Schröder".

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