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31.07.2013

02:16 Uhr

Plagiatsvorwürfe

Wissenschaftler stellen sich hinter Lammert

Deutsche Wissenschaftler stellen sich nach den Plagiatsvorwürfen hinter Bundestagspräsident Lammert. Der Autor der Vorwürfe habe eine fehlerhafte Dokumentation vorgelegt. Der Plagiatsjäger pocht weiter auf Anonymität.

Nach den Plagiatsvorwürfen gegen seine Doktorarbeit hat Bundestagspräsident Norbert Lammert Unterstützung von Wissenschaftlern erhalten. dpa

Nach den Plagiatsvorwürfen gegen seine Doktorarbeit hat Bundestagspräsident Norbert Lammert Unterstützung von Wissenschaftlern erhalten.

MünchenNach den Plagiatsvorwürfen gegen seine Doktorarbeit hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) Unterstützung von Wissenschaftlern erhalten. Der Politologe Wolfgang Jäger sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe), der anonyme Autor der Vorwürfe habe eine fehlerhafte Dokumentation vorgelegt. "Der hat nicht seriös gearbeitet", sagte Jäger.

Der im Internet veröffentlichten Aufstellung zufolge soll sich Lammert bei dem Politikwissenschaftler bedient und aus einem Buch zitiert haben, das es gar nicht gibt. Dies sei falsch, sagte Jäger. Er habe damals den Titel fehlerhaft wiedergegeben, das Buch existiere jedoch.

Auch der Politologe Hans-Otto Mühleisen stellte sich hinter Lammert: "Ich kann bisher nichts erkennen, was auf ein Plagiat schließen lässt", sagte er der "SZ". In der Arbeit Lammerts finden sich dem Bericht zufolge Ähnlichkeiten mit einigen Werken Mühleisens.

Die Vorwürfe gegen Lammert waren am Montag durch einen Bericht der "Welt" bekannt geworden. Auf der Internetseite lammertplag.wordpress.com behauptet ein Plagiatsjäger, er habe bei Lammert auf 42 Seiten Textpassagen aus 21 Quellen gefunden, bei denen er Unregelmäßigkeiten festgestellt habe. Die Universität Bochum leitete auf Wunsch Lammerts eine Überprüfung der Vorwürfe ein.

Derweil erklärte der unter dem Pseudonym "Robert Schmidt" auftretende Plagiatsjäger laut der "Welt" (Mittwochsausgabe), er wolle weiter anonym bleiben. "Ich möchte nicht in der Öffentlichkeit stehen", zitiert die Zeitung ihn aus einer Email. Darin schreibt er weiter, er sehe in der Untersuchung der Universität Bochum einen möglichen Interessenskonflikt, "da Herr Lammert als Honorarprofessor Mitglied der Fakultät ist und somit eine Befangenheit bestehen könnte".

Er habe die Dissertation seit Mitte Juni untersucht und rund 250 Arbeitsstunden investiert, erklärt der Plagiatsjäger demnach weiter. Er wehre sich zudem gegen den Vorwurf, eine politische Agenda zu verfolgen: "Ich hätte zum Beispiel auch wissenschaftliches Fehlverhalten prominenter SPD-Mitglieder öffentlich gemacht, aber das hat sich nicht so ergeben", zitiert die "Welt".

Von

afp

Kommentare (26)

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Account gelöscht!

31.07.2013, 04:22 Uhr

Es stellen sich auch immer wieder "Ökonomen" hinter Murksels "Rettungspolitik" und andere stellen sich dagegen. Also, Handelsblatt, diese Art der Meinungsmache ist überflüssig wie ein Kropf.

Das einzig Interessante ist der angedeutete Interessenkonflikt der Uni Bochum.

Account gelöscht!

31.07.2013, 07:50 Uhr

Aha ! Der Herr Bundestagspräsident lässt also eine unabhängige Untersuchung von einer Universität durchführen, an der er selbst als Honorarprofessor tätig ist.

Was ist das eigentlich für ein Schmierentheater !

Und was ist die Uni Bochum eigentlich für ein Saftladen !

Den Untersuchungsbericht können die gleich in die Konfetti-Kanone stecken. Der ist die Tinte nicht wert, mit der er geschrieben wurde.

Umd Herr Lammert hat mit dieser Trickserei bereits bewiesen, das da was oberfaul ist.

Account gelöscht!

31.07.2013, 07:53 Uhr

Entschuldigung, geht das auch auf Deutsch ? Es strengt mich unwahrscheinlich an, Ihre Beiträge zu lesen, Grundzüge des Satzbaus wären wirklich von Vorteil. Ich weiß auch nicht, was diese penetrante Großschreibung soll. Aber der Chuck Norris war gut.

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