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27.01.2012

11:59 Uhr

Politbarometer

FDP im Keller, Piraten im Bundestag

„Wenn am Sonntag Wahl wäre, was würden Sie machen?“ Nur drei Prozent würden die FDP ankreuzen, fünf Prozent dafür die Piraten. Die Reihe der Politiker dominiert Angela Merkel.

Die FDP bleibt im Umfragetief. dapd

Die FDP bleibt im Umfragetief.

BerlinGut anderthalb Jahre vor der nächsten Bundestagswahl sind insbesondere bei den kleinen Parteien die Werte des ZDF-Politbarometer bemerkenswert. Wenn bereits am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die FDP auf drei Prozent, einen weniger als zuvor - ein Allzeit-Tief in der Erhebung für das Politbarometer. Die Piratenpartei würde dafür mit fünf Prozent knapp in den Bundestag einziehen. Die Union erhielte 36 Prozent, die SPD verschlechterte sich um einen Punkt auf 30 Prozent. Grüne und Linke verbesserten sich in der Sonntagsfrage um jeweils einen Punkt. Die Grünen erreichten 16 Prozent, die Linke lag bei sieben Prozent.

Die Liste der zehn wichtigsten Politiker führt weiterhin die Bundeskanzlerin an. Angela Merkel erhielt bei der Einschätzung der Sympathie und Leistung auf einer Skala von +5 bis -5 im Schnitt 1,7 Punkte. Auf Platz zwei kommt der SPD-Politiker Peer Steinbrück mit ebenfalls unveränderten 1,5. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier belegte mit 1,4 (zuvor 1,3) den dritten Platz. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kam mit 1,3 (zuvor 1,2) auf den vierten Platz.

Im Mittelfeld lagen SPD-Chef Sigmar Gabriel, der sich auf 0,7 verbesserte (zuvor 0,5), Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ebenfalls mit 0,7 (zuvor 0,5) sowie CSU-Chef Horst Seehofer mit leicht schwächeren 0,5 (zuvor 0,7). Grünen-Chefin Claudia Roth belegte mit einem Wert von 0,2 Platz acht. Weiter im Negativbereich eingestuft wurden Außenminister Guido Westerwelle (FDP), der sich aber auf minus 1,2 (zuvor minus 1,4) verbessern konnte, und FDP-Chef Philipp Rösler, der mit minus 1,4 auf seinem Negativrekord von vor zwei Wochen verharrte.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte von Dienstag bis Donnerstag 1262 Wahlberechtigte für das ZDF-Politbarometer. Der Fehlerbereich liegt zwischen zwei bis drei Prozentpunkten.

Von

afp

Kommentare (5)

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Ex-FDPler

27.01.2012, 12:13 Uhr

Die FDP krepiert. Auch, das tut gut, dass diese illiberale Partei verwest. Der Leichengeruch ist schon erbärmlich. Aber so ist es, wenn eine angeblich liberale Partei zur sozialistischen EURO-Fraktion wechselt. Die Wähler machen das nicht mit. Die sind nämlich wirklich liberal.
Eine neue liberale Partei braucht das Land. Und wegen des Krepierens der FDP spendier ich mir Champagner!

Account gelöscht!

27.01.2012, 12:41 Uhr

Hallo, was ist mit den freien Wählern oder den anderen kleinen Parteien?
Wir brauchen endlich eine Partei, die sich klar gegen den Euro-Wahnsinn ausspricht.
Die deutschen Steuerzahler können nicht alle Schulden von Resteuropa übernehmen!
Alle etablierten Parteien machen nur ein wenig Wind und gezahlt wird am Ende doch.
Der geplante ESM (EuroSchutzgeldMafia) ist eine Gemeinschaftskasse, die die Deutschen endgültig ruinieren wird.

roterkaufmann

27.01.2012, 12:42 Uhr

es scheint dann wohl eine große koalition aus cdu/csu & spd zu geben. die fdp ist raus, da bürgerrechte bei den grünen, piraten & linken besser aufgehoben sind. marktextremisten wie die fdp haben nur noch einen bruchteil an zuspruch. halt das eine prozent, welches sicherlich motivierter zu wahlen rennt um fdp zu wählen als die hartz4-empfänger die linken.
offensichtlich hat man sich auch dank des überwachungsskandals der linkspartei mal mit deren wahren zielen auseinandergesetzt. anders ist ein zuwachs von einem prozent nicht zu erklären.

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