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28.06.2013

09:51 Uhr

Politbarometer

Union so stark wie noch nie unter Kanzlerin Merkel

Die SPD befindet sich im Sinkflug, die Union legt zu – das ist das Ergebnis des aktuellen ZDF-Politibarometer. Ärgerlich für CDU/CSU: Die schwarz-gelbe Koalition könnte Stand heute trotzdem nicht fortgesetzt werden.

Die CDU unter Parteichefin Angela Merkel und die CSU unter Horst Seehofer kommen laut Umfrage derzeit auf 43 Prozentpunkte. dpa

Die CDU unter Parteichefin Angela Merkel und die CSU unter Horst Seehofer kommen laut Umfrage derzeit auf 43 Prozentpunkte.

BerlinDie öffentlich ausgetragenen Differenzen in der SPD-Spitze haben die Partei in der Wählergunst weiter sinken lassen. Im ZDF-„Politbarometer“ verloren die Sozialdemokraten zwei Punkte und haben nun mit 26 Prozent ihren schlechtesten Wert in dieser Befragung seit zwei Jahren. Der gute Auftritt von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Donnerstag am Rednerpult des Bundestags konnte sich allerdings in dieser Umfrage noch nicht niederschlagen.

Der große Gewinner ist die Union, die erneut um einen Punkt zulegt und mit 43 Prozent den höchsten Stand in der seit 2005 andauernden Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erreicht. Unverändert bleiben in der Sonntagsfrage die FDP mit vier Prozent, die Linke mit sechs, die Grünen mit 13 und die Alternative für Deutschland mit drei Prozent.

Damit wäre derzeit weder die von der Koalition angestrebte Fortsetzung des schwarz-gelben Bündnisses noch die von SPD und Grünen erhoffte gemeinsame Regierung möglich. Die Forschungsgruppe Wahlen, die vom 25. bis 27. Juni 1276 Wahlberechtigte befragte, gibt den Fehlerbereich mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten an.

Im ZDF-Morgenmagazin äußerte sich SPD-Chef Sigmar Gabriel zu den jüngsten Zahlen. Er hält das Wählerpotenzial der Union für erschöpft: „Die CDU ist ausmobilisiert, die SPD und die Grünen nicht“, sagte Gabriel. Eine Mehrheit der Deutschen wolle Angela Merkel nicht als Bundeskanzlerin. „Ich finde, das ist die Aufgabe, dafür zu sorgen, die auch zur Wahlurne zu bekommen“, sagte Gabriel. Er erwartet demnächst neuen Aufwind für die Sozialdemokraten: „Immer dann, wenn wirklich über die Frage geredet wird: Was bewegt die Menschen? – dann legt die SPD zu.“

Von

dpa

Kommentare (13)

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RumpelstilzchenA

28.06.2013, 09:52 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

whistleblower

28.06.2013, 10:01 Uhr

Merkels dritte Amtszeit darf nicht ihre Letzte sein. Drei weitere sollten noch folgen. Fr. Dr. Merkel ist alternativlos. In Deutschland gibt es ausser Frau Dr. Merkel keine geeigneten Führerfiguren. Sie ersparte den Land jegliche schmerzhafte Reform. Es bleibt alles beim alten. Ja, sogar die Reformen der Agenda 2010 werden peu à peu marginalisiert oder zurückgenommen. Immerhin brachte sie die Energiewende, so dass wir sicher sein können: Ein Tsunami à la Japan wird in Deutschland keine Kernschmelze auslösen.

Account gelöscht!

28.06.2013, 10:14 Uhr

Ich verstehe das nicht.
Was, um Gottes Willen, ist denn an dieser Frau gut?
Oder ist es wirklich so, wie ich fast vermute, dass es eben nur Rot-Grün brächte? Und genau das wollen die Bürger nicht?
Weil SPD niemand mehr hat? Früher ging SPD auch mit FDP, heute?

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