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14.01.2005

12:10 Uhr

Politbarometer

Weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb hätten aktuell die Mehrheit

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten weder SPD und Grüne noch eine Koalition aus Union und FDP mit einer ausreichenden Mehrheit rechnen.

HB MAINZ/BERLIN. Die SPD käme auf 32 Prozent (+2), die CDU/CSU auf 39 Prozent (-2), ergab das Politbarometer des ZDF. Alle anderen Parteien blieben im Vergleich zum Dezember unverändert: Grüne 10 Prozent, FDP 7 Prozent, PDS 6 Prozent und die sonstigen Parteien zusammen 6 Prozent, meldete der Mainzer Sender am Freitag aus einer Befragung der Forschungsgruppe Wahlen.

Das Verhältnis zwischen CDU und CSU wurde von den 1273 Befragten als äußerst angespannt bewertet. 22 Prozent halten es zur Zeit für gut und 65 Prozent für schlecht. Selbst die Unionsanhänger sehen das ähnlich: 34 Prozent finden die Beziehungen der Schwesterparteien gut, 52 Prozent sagen „schlecht“. Im Gegensatz zu früheren Umfragen fand sich erstmals eine knappe Mehrheit für eine Entscheidung über die Unions-Kanzlerkandidatur zum jetzigen Zeitpunkt: Dafür sprachen sich 48 Prozent aus, dagegen 45 Prozent.

Zum verbesserten Ansehen der Bundesregierung hat laut ZDF auch eine positive Wahrnehmung ihrer Hilfe für die Flutopfer beigetragen: So meinten 82 Prozent, dass die Regierung genug für die deutschen Flutopfer und ihre Angehörigen getan hat (nicht genug: 7 Prozent). Weniger positiv wurde die Einführung der Arbeitsmarktreform Hartz IV bewertet: Lediglich 40 Prozent sagten, dass der Start der Reform zum Jahreswechsel gut funktioniert hat. 43 Prozent meinten: eher schlecht. Dabei fiel das Urteil der Arbeitslosen (gut: 39 Prozent, schlecht: 47 Prozent) nur unwesentlich anders aus als das der Gesamtbevölkerung.

Die Mitglieder der rot-grünen Bundesregierung konnten ihr Ansehen beim Wähler fast durchweg verbessern, meldete das ZDF. Weiter auf Platz eins der Beliebtheitsskala liegt Außenminister Joschka Fischer (Grüne) mit einem Durchschnittswert von 2,0 (Dezember: 1,8) bei einer Einordnung zwischen plus 5 und minus 5. Für das Politbarometer hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 11. bis 13. Januar 1273 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt. Die Fehlertoleranz bei den großen Parteien beträgt 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren 1,4 Prozentpunkte.

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