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09.12.2014

13:53 Uhr

Politik gegen „Pegida“

Zentralrat der Muslime fordert klare Worte

Nach der Demonstration der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ am Montag in Dresden fordert der Zentralrat der Muslime eine klare Positionierung der Bundesregierung. Rassismus dürfe nicht salonfähig werden.

Knapp 9000 Menschen nahmen am Montag an der Demo der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ in Dresden teil. ap

Knapp 9000 Menschen nahmen am Montag an der Demo der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ in Dresden teil.

DresdenAls Reaktion auf Demonstrationen der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ hat der Zentralrat der Muslime eine klare Positionierung der politischen Spitze gegen Rassismus eingefordert. „Rassismus ist keine Meinung“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, am Dienstag in Dresden. Dort hatten sich am Montagabend laut Polizei 10 000 Menschen an einer „Pegida“-Demonstration beteiligt, so viele wie noch nie.

Die Slogans der Demonstranten zeigten, dass Ausländerfeindlichkeit und antisemitischer Rassismus salonfähig geworden seien, sagte Mazyek. Bisher fehlende deutliche Worte von Bundespolitikern, angefangen bei der Kanzlerin, seien auch ein Grund dafür.

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Von

dpa

Kommentare (22)

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Herr Jens Muche

09.12.2014, 19:00 Uhr

„„Rassismus ist keine Meinung“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek,...“

Seit wann sind Muslime eine Rasse? Ausgerechnet der Berufsmuslim Aiman Mazyek, Angehöriger der rassistischsten Gesellschaftsordnung dieser Welt, Islam, beschwert sich über Demonstrationen, die sich explizit gegen seine Gesellschaftsordnung und deren Allmachtsanspruch richtet, welcher diametral zum Inhalt des Grundgesetzes, unserer pluralen Gesellschaftsordnung und der UN-Charta der Menschenrechte steht und diese, wo immer sich eine Gelegenheit dazu bietet, von Anhängern dieser Gesellschaftsordnung mit Füßen getreten wird. Für alle Relativierer; das sind keine Einzelfälle, sondern Muslime, die nach Inhalt und Anweisung des Buches, das sich Koran nennt, handeln und sich darauf berufen dadurch ein gottgefälliges Leben zu führen.
Von der in solchen Fällen gern angeführten „Ausländerfeindlichkeit“ war auf den Plakaten nichts zu lesen, es sei denn, man versteht Kritik am Islam und dessen sich fortschreitenden Ausbreitung in Deutschland und Europa, wie Mazyek, als „Ausländerfeindlichkeit“. Die Demonstranten dort und anderswo meinen etwas anderes und damit hat der Muslim Mazyek, der klare Worte fordert, mehr als ein Problem, denn die klaren Worte stehen auf den Plakaten und betreffen sein Klientel, das mit Kritik am eigenen Anspruch und Verhalten nicht umzugehen weiß; und die Möglichkeit, es zu lernen, jeden Tag aufs neue verspielt.

Herr Hans Peter Rose

09.12.2014, 19:02 Uhr

Wenn Menschen auf die Straße gehen um friedlich gegen Gewalt und Terror im eigenen Land zu Demonstrieren bin ich bei jedem dieser Demonstranten.
Daher fordere ich alle Politiker des Bundestages und des Bundesrates auf vor den Bundestag zu treten um gegen Gewalt und Terror gemeinsam mit ihren Bundesbürgern zur Demonstrieren.
Ich bin dabei!
Allerdings habe ich ganz große Zweifel dass es zu dieser Aktion seitens der Politik kommt, denn Politiker haben bekannter Massen schneller eine Ausrede parat als eine Maus ein Mauseloch findet.

Herr Florian M.

09.12.2014, 19:59 Uhr

Herr Mazyek fordert mal wieder... Wo war Herr Mazyek, als seine Glaubensbrüder vor nicht allzu langer Zeit durch Deutschlands Strassen liefen und Lautstark "Juden ins Gas" skandierten? Damit hat er kein Problem. Das Recht auf Meinungsfreiheit besitzt für ihn nur der korangläubige Kampfgenosse. Also liebe Deutsche: Ab ins bunte Umerziehungslager...

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