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26.10.2012

12:00 Uhr

Politikbarometer

Union legt zu, Steinbrück-Bonus verpufft

Die Union punktet bei den Wählern. Im ZDF-Politikbarometer erreicht die Partei mit 39 Prozent ihr bestes Ergebnis in dieser Legislaturperiode. Der Steinbrück-Bonus der SPD ist hingegen schon wieder verpufft.

Die SPD hat in Umfragen wieder an Zustimmung verloren. dapd

Die SPD hat in Umfragen wieder an Zustimmung verloren.

BerlinWährend die SPD in der Wählergunst wieder verliert, erreicht die Union ihren besten Wert der Legislaturperiode. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer zeichnen sich im Bundestag aber weiterhin keine klaren Mehrheitsverhältnisse ab. Ein Großteil der Wähler hält die Stimmung in der Koalition für schlecht und gibt die Schuld daran vor allem der FDP.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten laut der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen nur noch auf 29 Prozent. Das ist ein Minus von zwei Punkten. Das Hoch, das die Nominierung von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück der Partei beschert hatte, ist damit wieder vorbei. Die CDU/CSU konnte sich dagegen um einen Punkt auf 39 Prozent verbessern. Auch die Grünen legten um einen Punkt auf 13 Prozent zu. Im direkten Vergleich konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Vorsprung vor ihrem Herausforderer Steinbrück ausbauen.

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Danach dürften sich mehr Politiker Hoffnung auf ein Bundestagsmandat machen.

Für die Linke würden sich der Umfrage zufolge unverändert sechs Prozent der Wähler entscheiden. Die Piratenpartei verlor einen Punkt und würde mit vier Prozent den Einzug in die Bundestag verpassen. Weiterhin außen vor wäre auch die FDP, die auf ebenfalls vier Prozent verharrte. Im Bundestag wären demnach nur vier Fraktionen vertreten. Rechnerisch möglich wären eine große Koalition oder ein Bündnis von CDU/CSU und Grünen oder ein Zusammenschluss von SPD, Linkspartei und Grünen.

In der politischen Stimmung, bei der anders als bei der sogenannten Sonntagsfrage langfristige Wählerbindungen und mögliches taktisches Wählerverhalten nicht berücksichtigt werden, erreicht die Union sogar 43 Prozent. Die SPD kommt auf 31 Prozent, die Grünen auf 13 Prozent, die Linke auf vier Prozent, die Piraten auf drei Prozent und die FDP nur noch auf zwei Prozent.

Rund eine Woche vor dem geplanten wichtigen Koalitionstreffen wird die Stimmung im Regierungsbündnis von 70 Prozent der Befragten als „eher schlecht“ bewertet. Die Hauptschuld daran wird der FDP gegeben: 39 Prozent sehen vor allem die Liberalen in der Verantwortung, nur vier Prozent die CDU und nur sechs Prozent die CSU. Die übrigen legten sich nicht auf eine Partei fest.

Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe vom 23. bis 25. Oktober 1286 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Von

afp

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

26.10.2012, 12:54 Uhr

Das System bestätigt sich mal wieder mit lustigen statitistischen Betrügereien, die wir ja schon bei der Inflations"berechnung" kennen und lieben gelernt haben. Alles klar auf der Titanic.

Vicario

26.10.2012, 13:42 Uhr

Zitat : Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen............
Da hat sich wiedermal die Anstalt ZDF mit ihrem Pseudopolitstar Koll eine Verlustigung erster Kajüte erlaubt !
Diese Umfragen beruhen auf einem Kaffeekränzchen um die Ecke mit ein paar gelangweilten Journalisten..??!!
Die REALISTISCHE UMFRAGE sieht nämlich folgendermaßen aus :
SPD : 7 %, Tendenz fallend
CDU : 16 %, Tendenz fallend
FDP : 2 %, Tendenz gleichbleibend
Linke : 3%, Tendenz gleichbleibend
Andere Parteien mit 5 % und mehr : 41 %, Tendenz steigend
Splitterparteien unter 5 % : 6 %, Tendenz fallend
Rest : Nichtwähler, Tendenz fallend

Account gelöscht!

26.10.2012, 13:52 Uhr

Kein Wunder, daß die SPD schlecht abschneidet.
Man hat dort seine eigentliche Klientel, den Arbeitnehmer, aus den Augen verloren.
Die SPD könnte sehr leicht mit ein wenig Kreativität erfolgreich sein.
Zum Beispiel Rente mit 65 und keine Kürzung. Das würde den Babyboomern gut gefallen. Bei Steuereinnahmen von 600 Milliarden würden die Mehrkosten von 33 Milliareden für eine vernünftige Rentenregelung realisierbar sein.

Lediglich den Bundeshaushalt ein wenig umstrukturieren und einigen Lobbyisten auf die Füße treten...und das Geld dafür wäre ohne Mehrausgaben da. Zum Beispiel Entwicklungshilfe, Millitär, Energieumbau, Beamtenpensionen, Politikapparat, Eu-Subventionen. Es gibt viele Bereiche, die wir dramatisch kürzen können und damit die dann Rente finanzieren.

Aber selbst die soziale SPD ist blind auf diesem Auge. Der Stammwähler wird sich von ihr abwenden, wenn er erst wirklich realisiert hat, wie hoch seine Rente sein wird.

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