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08.12.2012

04:52 Uhr

Polizeigewerkschaft

Bundesliga soll sich an Kosten beteiligen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert von DFL und DFB pro Saison eine Sicherheitsgebühr von 50 Millionen Euro. Letzte Saison haben Polizisten für die Sicherung von Liga-Spielen 1,5 Millionen Stunden gearbeitet.

Polizeieinsatz vor der Bundesligapartie Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04. (Archiv) dpa

Polizeieinsatz vor der Bundesligapartie Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04. (Archiv)

DortmundDie Deutsche Polizeigewerkschaft hat die Beteiligung der Bundesliga an den Einsatzkosten der Polizei bei Bundesliga-Spielen gefordert. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sollten eine Sicherheitsgebühr von 50 Millionen Euro pro Saison hinterlegen, mit der die Überstunden für die Polizeieinsätze bezahlt werden könnnten, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt den in Dortmund erscheinenden "Ruhr Nachrichten". Bei den Spielen der vergangenen Saison hätten die Beamten 1,5 Millionen Stunden gearbeitet.

Wendt begrüßte einen Beschluss der Innenminister zu mehr Sicherheit in Fußballstadien. Es werde höchste Zeit, "dass etwas passiert", sagte Wendt. Er habe kein Verständnis für den Widerstand von Vereinen und Fanverbänden gegen die Maßnahmen. Die Innenminister der Bundesländer hatten zuvor angekündigt, den Bundesliga-Vereinen Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen, falls diese nicht die Sicherheit in den Stadien verbesserten.

Die DFL müsse auf ihrer Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch ihr Sicherheitskonzept beschließen und ab der kommenden Saison umsetzen, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Scheunemann (CDU) nach der Innenminister-Konferenz in Rostock-Warnemünde. Anderenfalls müssten die Länder mehr Polizei in den Stadien einsetzen und die Einsätze dann "in Rechnung stellen".

Die Bereitschaftspolizeien der Länder verbrächten bis zu 35 Prozent ihrer Arbeitszeit bei Stadioneinsätzen. Das sei der Bevölkerung nicht mehr zu vermitteln, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD). Die Innenminister verlangen von den Vereinen ferner, bessere Videotechnik einzusetzen, die Einlasskontrollen zu verbessern, die Ordner zu schulen und Stadionverbote für die Dauer von "bis zu zehn Jahren" durchzusetzen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte.

Von

afp

Kommentare (1)

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Unternehmensberater

11.12.2012, 16:05 Uhr

Wieso bezahlen die Steuerzahler die Einsätze bei privaten Veranstaltungen, die für die beteiligten Vereine mehr als lukrativ sind.
Bin mal gespannt mit welcher Ausrede der "schlaue" Herr Rummenigge versucht, das Ganze abzuwimmeln.

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