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28.02.2013

14:05 Uhr

Präsidentschaft niedergelegt

Zu Guttenberg will vorerst nicht nach Deutschland

Die Frau des Ex-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg Stephanie zu Guttenberg hat eine baldige Rückkehr nach Deutschland ausgeschlossen. Sie hat ihre Präsidentschaft beim Kinderschutzverein aufgegeben.

Stephanie zu Guttenberg bei einer Pressekonferenz des Kinderschutzvereins „Innocence in Danger“. Sie geht nicht von einer baldigen Rückkehr nach Deutschland aus. dpa

Stephanie zu Guttenberg bei einer Pressekonferenz des Kinderschutzvereins „Innocence in Danger“. Sie geht nicht von einer baldigen Rückkehr nach Deutschland aus.

HeidelbergStephanie zu Guttenberg hat eine schnelle Rückkehr nach Deutschland ausgeschlossen. Am Donnerstag legte die Frau von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Heidelberg die Präsidentschaft des Kinderschutzvereins Innocence in Danger nieder. „Ich würde das Amt nicht niederlegen, wenn ich in einem halben Jahr wieder in Deutschland wäre“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. „Durch meinen Umzug in die Vereinigten Staaten kann ich die Arbeit für den Verein nicht mehr so leisten, wie es der Verein und die vielen Betroffenen vor Ort verdient haben.“

Stephanie zu Guttenberg war, nachdem ihr Mann wegen einer Plagiatsaffäre im März 2011 als Verteidigungsminister zurückgetreten war, mit diesem in die USA gezogen. Regelmäßig wird seitdem über eine Rückkehr des Paares nach Deutschland und ein mögliches politisches Comeback des Ex-Ministers spekuliert.

Die 36-Jährige war seit 2009 Präsidentin des Vereins, der gegen Kindermissbrauch und die Verbreitung von Kinderpornografie im Netz kämpft. Sie sagte, für die Kontaktpflege, das Einwerben von Geldern und Sensibilisieren der Öffentlichkeit brauche der Verein eine Präsidentin, die vor Ort sei.

In ihrer Amtszeit hat zu Guttenberg nach Angaben des Vereins mehr als 1,5 Millionen Euro für den Kinderschutz gesammelt. Sie werde sich auch künftig für das Thema engagieren, „weil ich der Meinung bin, dass viel zu wenig geschieht“, betonte sie. In Deutschland brauche es vor allem mehr Aufklärung an den Schulen zum Thema sexueller Missbrauch und auch zu den digitalen Medien und den Gefahren, die dort lauerten.

Ihre Nachfolgerin als Präsidentin von Innocence in Danger ist die Heidelberger Juristin Marina von Achten. Sie sagte in Heidelberg, der Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie sei ihr als Mutter von vier Kindern auch ein ganz persönliches Anliegen.

Von

dpa

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