Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.01.2014

18:10 Uhr

Preisanreiz

Bundesregierung will mehr Hybrid-Dienstwagen

Laut Medienbericht will die Bundesregierung ihren Fuhrpark umweltfreundlicher gestalten: Kaufen sich Staatsbedienstete ein Fahrzeug mit Hybrid- oder Elektroantrieb, dürfen sie deutlich mehr Geld dafür ausgeben.

Elektrofahrzeuge dürfen teurer als Autos mit konventionellem Antrieb sein. dpa

Elektrofahrzeuge dürfen teurer als Autos mit konventionellem Antrieb sein.

BerlinFür die umweltfreundliche Umrüstung ihrer Fahrzeugflotte plant die Bundesregierung laut des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ erhebliche Mehrkosten ein. Um Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb anzuschaffen, „können in bestimmten Fahrzeugsegmenten höhere Preise veranschlagt werden“, heißt es im sogenannten Haushaltsaufstellungsschreiben für die Jahre 2014 und 2015, das Finanzstaatssekretär Werner Gatzer Mitte Dezember vergangenen Jahres an die Ministerien verschickte.

So dürfen die Ressorts in der Fahrzeugklasse bis 70 Kilowatt Motorleistung für Pkw mit elektrischem Antrieb bis zu 23.500 Euro ausgeben. Für konventionelle Fahrzeuge dieses Typs sind dagegen nur 15.500 Euro vorgesehen. Für Mittelklassewagen mit einer Motorleistung bis 150 Kilowatt sind bei konventioneller Ausstattung 28.900 Euro erlaubt. Umweltschonende Autos dieser Klasse dürfen bis zu 33.500 Euro kosten.

Mehr Autos aus der Steckdose

Ziel

Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf Deutschlands Straßen rollen. Dieses Ziel hatte die Bundesregierung 2009 ausgegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigt es seitdem immer wieder. Experten und Manager der Autobranche halten dies jedoch für kaum erreichbar. Mit bestehenden finanziellen Anreizen sei bis 2020 maximal eine Zahl von 600.000 Elektrofahrzeugen denkbar, sagte Henning Kagermann, Chef der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE). Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche teilt diese Einschätzung.

NPE

Zur NPE gehören unter anderem Vertreter von Industrie, Wissenschaft und Politik. Momentan sind in Deutschland über 43 Millionen Pkw zugelassen, 2012 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 3000 E-Autos neu zugelassen. Momentan fahren 7100 reine Elektroautos auf Deutschlands Straßen und 65.000 Hybrid-Fahrzeuge mit Elektro- und Kraftstoffmotor.

Bisherige Förderung

In Deutschland sind Elektroautos von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Der Zeitraum für diese Steuerbefreiung wurde im Herbst von fünf auf zehn Jahre ausgedehnt. Danach gilt eine Steuerermäßigung von 50 Prozent. Die Forschung im Bereich Elektromobilität wird vom Staat mit 1,5 Milliarden Euro gefördert. Daneben bezuschusst der Bund auch Wasserstoff als Antriebsform.

Künftige Anreize

In Zukunft sollen Elektro-Dienstwagen steuerlich bevorteilt werden. Daneben will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für Elektroautofahrer neben finanziellen auch andere Anreize schaffen wie beispielsweise Sonderparkplätze oder die Möglichkeit der Benutzung von Busspuren durch Elektroautos. Denkbar sind demnach auch freie Zufahrtsmöglichkeiten für E-Lieferwagen in Innenstädte.

Kaufprämie

Eine direkte Förderung für den Kauf von Elektroautos lehnt die Bundesregierung weiter ab. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert solche Prämien seit langem. Und auch die Grünen haben einen entsprechenden Zuschuss angemahnt.

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Programms „Elektromobilität“ beschlossen, dass bis 2015 zehn Prozent der neuen Dienstwagen mit umweltfreundlichen Motoren ausgestattet sein sollen, die weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Für Autos der Oberklasse, mit denen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Minister und Staatssekretäre fahren lassen, gibt das Haushaltsrundschreiben keine abgasarme Alternativen vor. In dieser Kategorie hält kein Hybridmodell den Grenzwert ein.

Von

sdm

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.01.2014, 10:19 Uhr

Der Staat arbeitet weiter an der Schere zwischen Arm und Reich. Nun ist die Heilige Kuh Auto an der Reihe . Reiche und weniger Reiche kaufen Autos mit weniger Abgase als Arme Autofahrer. Politiker bekommen noch mehr Geld um dann mit Steuergeld gekaufte Umweltfreundliche Autos zu präsentieren. Arme Autofahrer aber reich an Abgasen dürfen nicht in Umweltzonen und Steuern sind für sie sehr hoch genau wie Versicherungen . Vorhersagen kann ich, dass in wenigen Jahren alte Autos den Besitzern enteignet werden. Zumindest ab 2017 unter R/R/G.

Account gelöscht!

06.01.2014, 14:53 Uhr

"Bundesregierung will mehr Hybrid-Dienstwagen
Kaufen sich Staatsbedienstete ein Fahrzeug mit Hybrid- oder Elektroantrieb, dürfen sie deutlich mehr Geld dafür ausgeben."

gilt das auch für Skiausrüstungen, wie man liest ist da ein Umfall passiert?

ein bautz

Sport?
Skifliegen?
was ein Pech auch,
war da keine Pistenraupe um die Leupe zu ziehen?

letztes Jahr,
Logenplatz am Küchenfenster,
als unsere Nachbarin, das Alte Trampel, auf den verschneiten Fußweg ohne Pirouette auf den dicken ...

Dickmanns, die Super Dickmanns ... "boohhh ist der Dick mann!"

im Übrigen,
dank der Merkelschen "Gesundheitsreform"
und ihrer minimaleistischen Kontrollfreaks durch **FDPs Rösler + Bahr** durchgeführt/umgesetzt, liegen die Krankenhäuser in DE auf dem 14-16 Platz(2010) im Europavergleich (24) gleich hinter Tschechien aber noch vor Bulgarien.

Eine Behandlung in besseren Häusern im Ausland (Indien, Türkei, Takatuka-Land, Medizinmann u.a.) werden von den Kassen abgelehnt, um zwangsweise Solidarisch, wie bei der Glotze, den Dilettantismus nicht durch Marktwirtschaft aussterben zu lassen!
(wird nur bisschen anders formuliert)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×