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17.01.2005

14:18 Uhr

Preise für Hard- und Software sinken

"Herkules" könnte günstiger werden

Das Projekt „Herkules“ zur Modernisierung der Telefon- und Computerausrüstung der Bundeswehr könnte den Bund weniger kosten als die bislang genannten 6,65 Mrd. €.

HB BERLIN. Die Bedingungen hätten sich inzwischen zu Gunsten der Bundeswehr verbessert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Um welchen Betrag sich die Auftragssumme verringern könnte, wollte der Sprecher nicht sagen. Auch wollte er sich nicht dazu äußern, was sich zu Gunsten der Bundeswehr verändert hat. Das Industrie-Konsortium TIS um die Deutsche Telekom, Siemens und IBM will im Februar ein neues Angebot für das Herkules-Projekt vorlegen. Ein Sprecher der Siemens-IT-Dienstleistungstochter SBS sagte, SBS könne sich nicht zu den Rahmenbedingungen des Angebots äußern.

TIS war bei dem Projekt ursprünglich der Bietergruppe Isic-21 unterlegen. Mitte 2004 waren die Gespräche zwischen dem Ministerium und Isic-21 aber an Finanzierungsfragen gescheitert und TIS bekundete erneut Interesse. Das „Handelsblatt“ berichtete am Montag, seit dem Abbruch der Verhandlungen mit Isic-21 seien keine neuen Projekt-Forderungen der Bundeswehr hinzu gekommen. Die Kalkulation verbessere sich vielmehr, weil Preise für Hard- und Software sowie IT-Services sänken. Zudem reduziere die von Minister Peter Struck (SPD) angekündigte Schließung von weiteren 100 Standorten der Bundeswehr die Kosten für die Vernetzung aller Standorte.

Das auf zehn Jahre angelegte Projekt soll die nicht aufeinander abgestimmten Telefon- und Kommunikationssysteme der Bundeswehr harmonisieren und auf eine IT-Gesellschaft übertragen. An der sollen der Bund knapp und private Firmen etwas mehr als die Hälfte der Anteile halten. Bislang arbeitet die Bundeswehr mit Insellösungen aus nicht vernetzbaren Telefon-, Funk- und Computersystemen.

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