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28.10.2011

18:36 Uhr

Premiere

Sarkozy will Wahlprogramm mit CDU absprechen

Das, was französische Sozialisten und deutsche SPD schon lange tun, plant nun auch die Partei von Frankreichs Präsident Sarkozy und die CDU: Sie wollen ein gemeinsames Wahlkampf-Programm entwickeln.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will sein Wahlprogramm mit der deutschen CDU absprechen. dapd

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will sein Wahlprogramm mit der deutschen CDU absprechen.

ParisDer französische Präsident Nicolas Sarkozy will offenbar sein Wahlkampf-Programm zusammen mit der deutschen CDU aufstellen. „Wir werden zum ersten Mal mit der Partei von Angela Merkel gemeinsame Linien entwickeln“, kündigte Sarkozys Agrarminister und Wahlkampfbeauftragter Bruno Le Maire am Freitag im Radio an. Le Maire werde Ende November nach Berlin fahren und eine Reihe von Themen besprechen, etwa die Wettbewerbs- und Industriepolitik. Gleichwohl gebe es aber auch Programmpunkte, die nicht zusammen passten. Als Beispiele nannte er den Mindestlohn und die Familienpolitik.

Frankreich hat einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, der jedes Jahr erneut von der Regierung festgesetzt wird. Die CDU hingegen lehnt dies bislang ab. Auch in der Familienpolitik geht das Nachbarland mit einer flächendeckenden Betreuung der Unter-Dreijährigen einen anderen Weg.

Sarkozy hatte schon in einem Fernseh-Interview am Donnerstagabend die Gemeinsamkeiten mit Deutschland hervorgehoben. „Ich möchte, dass die politischen und ökonomischen Entscheidungen unserer beiden Länder im Zentrum von Europa stehen“, sagte Sarkozy in dem einstündigen Gespräch. „Meine Arbeit basiert darauf, unser System an das deutsche anzupassen, denn das funktioniert“, sagte der konservative Politiker. Frankreich und Deutschland sollten gemeinsam neue Märkte erschließen.

Sarkozy stellt sich im April 2012 zur Wiederwahl. Bislang liegt in Umfragen allerdings sein sozialistischer Konkurrent François Hollande vorne. Die französischen Sozialisten wollen ebenfalls ihr Programm mit der deutschen SPD absprechen. Beide Parteien hatten allerdings schon in mehreren Wahlkämpfen zusammengearbeitet.

Von

dapd

Kommentare (5)

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C.Meyer

28.10.2011, 21:55 Uhr

Klar, dass Frankreich in der Familienpolitik andere Wege gehen will und geht, es beabsichtigt ja keine Reduktion seiner Bevölkerung sondern das Gegenteil davon und ist mit einer entsprechenden Geburtenrate hinreichend erfolgreich, während Deutschland offenbar mit der niedrigsten Geburtenrate in Europa seine Bevölkerung aus welchen Gründen auch immer radikal reduzieren will oder muß.

Petra

29.10.2011, 10:28 Uhr

Frankreich muß eine Menge "Leichen" - sprich Schrottanleihen - im Keller haben , wenn Sarkozy es so nötig hat Angela in den Ar... zu kriechen!
Wer weiß, vielleicht sind die Bilanzen von Frankreich auch nicht so korrekt wie sie sollten. Griechenland hat es ja vorgemacht... Da kann es nicht schaden, bei dem größten Geldgeber vorsorglich etwas zu opportinieren.

Ralf

29.10.2011, 11:37 Uhr

Die Versprechen vor den Wahlen glaubt sowieso kein Mensch mehr! Nach den Wahlen sind erst mal soziale Kürzungen und Steuererhöhungen angesagt um den Banken, Millionären und Konzernen weiter unser Geld in den Allerwertesten schieben zu können!

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