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15.12.2011

18:57 Uhr

Privatkredit-Affäre

Wulff kann auf Merkels Unterstützung zählen

Nach massiver Kritik hat Bundespräsident Christian Wulff sein Schweigen über einen 500 000-Euro-Kredit gebrochen – und dafür Lob von Bundeskanzlerin Angela Merkel erhalten.

Bundespräsident Christian Wulff hat sein Schweigen gebrochen - und dafür Lob von Bundeskanzlerin Angela Merkel erhalten. dpa

Bundespräsident Christian Wulff hat sein Schweigen gebrochen - und dafür Lob von Bundeskanzlerin Angela Merkel erhalten.

BerlinTrotz seiner Privatkredit-Affäre kann Bundespräsident Christian Wulff auf die Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zählen. Die CDU-Vorsitzende sagte am Donnerstagabend vor Journalisten im Kanzleramt, sie „schätze und würdige“ die Arbeit des Staatsoberhaupts.

Zugleich begrüßte sie das jüngste Eingeständnis Wulffs, Fehler gemacht zu haben. Diese Erklärung sei „wichtig und hat zur Klärung beigetragen“, sagte Merkel.

Nach tagelanger massiver Kritik wegen eines umstrittenen Privatkredits hatte der Bundespräsident am Donnerstag sein Schweigen gebrochen und Fehler eingeräumt. „Ich erkenne an, dass hier ein falscher Eindruck entstehen konnte. Ich bedauere das“, erklärte Wulff. Politiker von Regierung und Opposition zollten dem Staatsoberhaupt Respekt.

Noch als niedersächsischer Ministerpräsident hatte Wulff 2010 im Landtag den Kredit der Unternehmergattin Edith Geerkens über 500.000 Euro nicht erwähnt, obwohl er nach seinen Geschäftsbeziehungen zu ihrem Ehemann Egon Geerkens gefragt worden war. Die „Bild“-Zeitung hatte den Fall am Dienstag publik gemacht. Das Geld hatte Wulff für einen Hauskauf verwendet.

Wulff bedauert Verschweigen

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In einer schriftlichen Erklärung betonte Wulff: „Es wäre besser gewesen, wenn ich auf die Anfrage der niedersächsischen Abgeordneten im Landtag über die konkreten Fragen hinaus auch diesen privaten Vertrag mit Frau Geerkens erwähnt hätte, denn in der Sache hatte und habe ich nichts zu verbergen.“ Zuvor hatten vor allem Oppositionspolitiker eine Klarstellung Wulffs gefordert.

Kommentare (17)

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Rumpelstilz

15.12.2011, 19:24 Uhr

Ach Gottchen , na ja. Wenn sich hier Verfassungsorgane komplimentieren, dann kann man annehmen, dass die K...
ziemlich am dampfen ist!

Lutz

15.12.2011, 19:25 Uhr

Ist das alles peinlich.

Politische Korruption und Lobbyismus zerstören die Demokratie. Wenn Sie sich (vielleicht) darüber wundern, warum in den letzten 15 Jahren wirklich so gut wie kein Gesetz zugunsten des Pöbels ausgefallen ist, sondern immer und ausschließlich Industrie und High Society bedacht wurden, dann liegt genau dort die Antwort. Sehen Sie sich einfach nur die alljährichen Parteispenden an. Oder die 1,5 Millionen die Leute wie Steinbrück (SPD!!) jährlich mit Vorträgen bei der FINANZINDUSTRIE machen (NEBEN ihrem Job als Abgeordneter, wie soll das ohne Interessenkonflikt möglich sein?).

Diese Leute entscheiden (leider) über unser Schicksal. Also nein, Herr Wulff ist eben kein Mensch wie jeder andere.

Bmehrens

15.12.2011, 19:41 Uhr

Vielleicht wollte herr wulff ja zurücktreten, aber ich glaube, dass er ohne die Erlaubnis seiner Frau gar nicht zurücktreten darf. Am liebsten wäre SIE selbst...

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