Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.12.2011

14:09 Uhr

Privatkredit

SPD hat „viele Fragen“ an Wulff

Bundespräsident Wulff gerät wegen eines umstrittenen Kreditvertrags in die Schusslinie: Der Vorgang aus seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident hat die Opposition auf den Plan gerufen.

Bundespräsident Christian Wulff am Samstag. dpa

Bundespräsident Christian Wulff am Samstag.

BerlinSPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann hat Bundespräsident Christian Wulff zur Klärung offener Fragen im Zusammenhang mit einem privaten Darlehensvertrag aufgefordert. „Der Fall wirft viele Fragen auf“, erklärte Oppermann am Dienstag in Berlin. Für einen Bundespräsidenten gälten „ganz besondere Maßstäbe“. Deswegen werde Wulff „ein großes Interesse haben, alle Fragen aufzuklären“.

Oppermann nahm das Staatsoberhaupt aber gegen den Vorwurf in Schutz, es habe das Parlament belogen. „Christian Wulff hat den niedersächsischen Landtag nicht belogen“, erklärte Oppermann. Er könne aber den Ärger von Abgeordneten des Landtags verstehen, „denn Christian Wulff hat ihnen nicht die ganze Wahrheit gesagt“.

Die Unionsfraktion wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen gegen Wulff äußern. „Meine Fraktion sieht keinen Anlass, das Ganze zu kommentieren“, sagte der Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier (CDU), in Berlin. Dies gebiete der Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten.

Die „Bild“-Zeitung hatte am Dienstag berichtet, dass Wulff im Jahr 2010 als Ministerpräsident von Niedersachsen den Landtag nicht wahrheitsgemäß über einen Darlehensvertrag informiert habe, den er abgeschlossen hatte. Wulff ließ dies zurückweisen. Eine von den Grünen gestellte Anfrage sei „korrekt beantwortet“ worden, erklärte Wulffs Sprecher Olaf Glaeseker am Dienstag in Berlin. Die Anfrage im Landesparlament habe sich auf geschäftliche Beziehungen zu dem Unternehmer Egon Geerkens oder zu einer Firma, an der dieser beteiligt war, bezogen. Bei dem fraglichen Vertrag habe es sich aber um „eine Vereinbarung“ mit Geerkens Ehefrau Edith zu einem „Darlehen aus ihrem Privatvermögen“ gehandelt.

Bei den Grünen hat der Vorgang Zweifel an der Aufrichtigkeit des heutigen Staatsoberhaupts ausgelöst. Der niedersächsische Fraktionschef Stefan Wenzel warf Wulff Täuschung des Landtages bei der Beantwortung einer Grünen-Anfrage im Februar 2010 vor. „Offensichtlich wurde das Parlament damals nicht korrekt informiert oder auch getäuscht“, sagte er.

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Inge

13.12.2011, 14:32 Uhr

Ein Ministerpräsident nimmt ein privates Darlehen auf und zahlt es dann sogar vollumfänglich mitsamt Zinsen zurück.

Ich bin geschockt! 500.000 Euro! Das ist 1365 mal Hartz4!!!

Ich warte nur darauf, wann der erste den Rücktritt Wulffs fordert. Ich tippe auf die nächsten 24 Stunden.

Account gelöscht!

13.12.2011, 14:39 Uhr

Politiker in hohen Ämtern sollte jede Zuwendung von Privatleuten oder der Industrie verboten werden. Schon mit dem Urlaub in der Finta von Maschmeyer AWD hat Wulff gezeigt, welche Freunde er bevorzugt.Meinetwegen kann er
sich mit Leuten aus der Dunkelwelt privat treffen, aber bitte nur als Privatmensch ohne Hohes Amt. Wenn ich bedenke,
dass Wulff nach seinen ausscheiden als Rentner pro Monat 17000.- Tausend Euro bekommt, frage ich mich ob das Amt
des Bundespräsidenten noch nötig ist.

roberto

13.12.2011, 14:54 Uhr

HILFE,bundestags-oberhaupt,hat nicht einmal 500 tsd-eur,was fuer ein gefaehrliches spiel mit der korruption ist moeglich?europas politiker sind die aermsten und macht wird ihnen auch noch gewaehrt!cristina kirchner hat vor amtsantritt 35 mio angesammelt,die braucht keine priv-spenden einsammeln.geissler war 1947 total pleite,von vermoegensumschichtungen hat der eh nie was gewusst,natuerlich hat der in deutschland noch aufmerksamkeits-RECHT.hilfe,rus-oligarchen,rettet uns.ihr seit wenigstens keine bettler,politik traut sich jeder zu,ist ja auch nicht schwer!
son putas,solo putas en un qilombo!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×