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23.05.2015

16:39 Uhr

Protest gegen Atomkraft

Ausschreitungen nach Fest in Gorleben

Nahe der Atomanlagen von Gorleben sorgten Ausschreitungen von Anti-Atomkraft-Demonstranten in der Nacht für Unruhe. Niedersachsens Innenminister Pistorius verurteilte die Aktion. Die Polizei ermittelt.

Ein Warnhinweis „Radioaktiv“ im Transportbehälterlager im atomaren Zwischenlager in Gorleben. Seit 1995 werden im Transportbehälterlager Gorleben (TBL-G) ausgediente Brennelemente aus Kernkraftwerken zwischengelagert. dpa

Transportbehälterlager Gorleben

Ein Warnhinweis „Radioaktiv“ im Transportbehälterlager im atomaren Zwischenlager in Gorleben. Seit 1995 werden im Transportbehälterlager Gorleben (TBL-G) ausgediente Brennelemente aus Kernkraftwerken zwischengelagert.

GorlebenNiedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat Ausschreitungen von Demonstranten an den Atomanlagen im niedersächsischen Gorleben verurteilt. In der Nacht auf Samstag war es zu Zusammenstößen von bis zu 300 Störern mit Polizisten gekommen.

Ein Beamter wurde durch einen Farbbeutel-Wurf am Auge verletzt. „Das war purer Polizeihass und blinde Zerstörungswut ohne Rücksicht auf Verluste“, sagte Pistorius in einer Mitteilung am Samstag. Die Aktionen hätten nichts mit politischem Protest oder demokratischem Widerstand zu tun.

Die Randalierer hatten nach Polizeiangaben einen Zaun auf 150 Meter Länge niedergerissen und Polizeifahrzeuge, Anlagen und technische Einrichtungen beschädigt. In der Nacht hätten Randalierer Polizeibeamte massiv mit Feuerwerkskörpern angegriffen und mehrere Feuer im angrenzenden Wald gelegt. Verletzt wurde niemand.

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Lange war Gorleben als Atommüll-Endlager vorgesehen, dann begann die Suche nach Alternativen. Nun hat das Bundeskabinett die Genehmigung verlängert. Von einer Vorfestlegung will die Umweltministerin aber nichts wissen.

Die Polizei leitete Verfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ein. Nach Behördenangaben hatten zuvor rund 2000 Menschen ein friedliches Fest gefeiert. Die Veranstalter distanzierten sich von den Störungen.

Von

dpa

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