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24.01.2016

21:40 Uhr

Protest gegen „Gewalt durch Migranten“

Russlanddeutsche demonstrieren nach Propaganda-Bericht

Vermutlich trieb sie ein unbestätigter Bericht russischer Medien über eine Vergewaltigung an: In mehreren deutschen Städten haben Russlanddeutsche gegen angeblich ausufernde Gewalt von Migranten demonstriert.

Sie machen sich offenbar Sorgen: Hunderte von Russlanddeutschen demonstrieren am Sonntag in Villingen-Schwenningen und anderen Städten gegen „Ausländergewalt“. dpa

Demo in Baden-Württemberg

Sie machen sich offenbar Sorgen: Hunderte von Russlanddeutschen demonstrieren am Sonntag in Villingen-Schwenningen und anderen Städten gegen „Ausländergewalt“.

München/StuttgartHunderte Russlanddeutsche haben am Sonntag in mehreren Städten Bayerns und Baden-Württembergs gegen eine aus ihrer Sicht ausufernde Gewalt von Ausländern demonstriert. Anlass war die angebliche Vergewaltigung eines Mädchens in Berlin, eine Tat, die es nach Auskunft der Berliner Polizei gar nicht gegeben hat, über die jedoch in russischen Medien berichtet worden war.

In Augsburg versammelten sich etwa 200 Protestierende auf dem Rathausplatz. Sie forderten eine Verteidigung „deutscher und christlicher Werte“. In teils auf Russisch vorgetragenen Redebeiträgen wandten sie sich gegen gewalttätige Flüchtlinge. Die Demonstration war der Polizei zufolge nicht bei der Stadt angemeldet.

In den mittelfränkischen Städten Nürnberg, Erlangen, Ansbach und Neustadt an der Aisch protestierten für einige Stunden jeweils zwischen 40 und 400 Russlanddeutsche. Die Demonstranten kamen meist schweigend und ohne Transparente und Banner zusammen. Alle Kundgebungen verliefen friedlich, bestätigte ein Polizeisprecher.

In Ellwangen in Baden-Württemberg marschierten die Demonstranten laut Polizei vom Marktplatz zur Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Dort kamen schließlich rund 500 Menschen zusammen, die laut Behörde einen „insgesamt unorganisierten Eindruck“ machten. Weitere Demonstrationen gab es in Schwäbisch Gmünd, Lahr, Rastatt und Villingen-Schwenningen.

Von

dpa

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