Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2005

10:17 Uhr

Proteste gegen Aufmarsch der Rechtsextremisten

Mehr als Polizisten schützen NPD-Demo in Kiel

In der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt wollen gegen Mittag Rechtsextremisten demonstrieren. Am Vormittag begann eine Gegenkundgebung.

HB BERLIN.

In Kiel haben mehrere hundert Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten protestiert. Am Samstag startete kurz nach 9.00 Uhr vor dem schleswig-holsteinischen Landtag ein Protestzug in Richtung Innenstadt. Unter den Teilnehmern waren auch der CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl Peter Harry Carstensen, Justizministerin Anne Lütkes (Grüne).

Lütkes hatte sich vor kurzem in der "Netzeitung" dagegen ausgesprochen, den Aufmarsch zu verhindern. Sie verwies auf das Grundgesetz, wonach das Demonstrationsrecht zu wahren sei. Lütkes rief stattdessen zum Widerstand der Bürger gegen die Demonstration auf. Es sei «wichtig, dass in friedlicher Weise sehr deutlich» werde, dass man den öffentlichen Raum nicht den Rechten überlasse, sagte sie. Sie halte daher eine «friedliche, gut sichtbare Gegendemonstration» für notwendig. Darüber hinaus sei es «ganz wichtig», den Dialog und den direkten Kontakt zu Jugendlichen zu suchen, um sie über die Gefahr des Rechtsextremismus' aufzuklären.

Gegen Mittag wollen Rechtsextremisten in Kiel demonstrieren. Die Polizei ist mit über 2000 Beamten im Einsatz. Sie befürchtet, dass die 500 erwarteten Neonazis und NPD-Anhänger Gegendemonstranten aus der linken Szene provozieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×