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05.03.2012

16:21 Uhr

Protestewoche

Warnstreiks im öffentlichen Dienst gestartet

Die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst ist am Montag in drei Bundesländern angerollt. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland legten über 10.000 Menschen die Arbeit nieder. Weitere Bundesländer sollen folgen.

Demo in Hessen: Angestellte fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt. dapd

Demo in Hessen: Angestellte fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt.

FrankfurtDie Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst ist angerollt. Mehr als 10.000 Beschäftigte legten am Montag in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Arbeit nieder. In Frankfurt standen Straßen- und U-Bahnen still, in Mainz und Ludwigshafen blieben Kindertagesstätten geschlossen.

Die Gewerkschaften haben eine „Protestwoche“ angekündigt, um in der laufenden Tarifrunde für die zwei Millionen Beschäftigten von Kommunen und Bund Druck zu machen. Für Dienstag wurden Angestellte in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg Vorpommern und Baden-Württemberg zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, am Mittwoch soll Nordrhein-Westfalen folgen.

Die kommunalen Arbeitgeber verurteilten die Warnstreiks als „Stimmungsmache“. Der Protest sei eine „in keiner Weise gerechtfertigte“ Eskalation, kritisierte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Manfred Hoffmann am Montag. Die Arbeitgeber hatten beim Auftakt der Gespräche in der vergangenen Woche kein Angebot vorgelegt.

„Die Streiks sind eine Reaktion auf die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber, die von den Beschäftigten als gezielte Provokation empfunden wird“, erklärte Verdi-Chef Frank Bsirske in Berlin. Er hoffe, „dass die Arbeitgeber das Signal verstehen“ und in der zweiten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes verlangen 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro. Die Verhandlungen sollen am 12. und 13. März weitergehen.

Kommentare (1)

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debrasseur

05.03.2012, 16:42 Uhr

Ein Streik für die Öffentlichkeit als Warnsignal. Wissentlich wird leider vergessen, daß der Streik auch denen nutzt, die überhaupt und in diesem Zusammenhang weniger zur Sprache kommen.

Die Leistungsträger der öffentlichen Verwaltung !

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