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17.12.2013

13:06 Uhr

Prozess gegen Wulffs Ex-Sprecher

SMS und Mails im Mittelpunkt

Olaf Glaeseker, Manfred Schmidt – die Namen erregten während der Affäre um Bundespräsident Wulff öffentliches Interesse. Der Prozess gegen den Sprecher des Ex-Präsidenten läuft. Er äußerte sich nur sehr kurz.

Olaf Glaeseker vor Gericht: Ist der ehemalige Sprecher des Bundespräsidenten bestechlich? dpa

Olaf Glaeseker vor Gericht: Ist der ehemalige Sprecher des Bundespräsidenten bestechlich?

HannoverBeim Korruptionsprozess gegen den früheren Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, standen am Dienstag Mails und SMS im Zentrum des Interesses. Sie sollten die Beziehungen zwischen dem 52-Jährigen und dem befreundeten und mitangeklagten Partymanager Manfred Schmidt verdeutlichen.

Beide müssen sich seit vergangener Woche vor dem Landgericht Hannover wegen Bestechlichkeit verantworten. Als Wulffs Regierungssprecher in Niedersachsen soll Glaeseker zwischen 2007 und 2009 Schmidt bei der Sponsorensuche für die Promi-Fete Nord-Süd-Dialog geholfen haben. Im Gegenzug soll Schmidt Glaeseker Flugreisen und Urlaube spendiert haben.

Aus den fast eine Stunde lang verlesenen Unterlagen wurde deutlich, dass Niedersachsen daran interessiert war, Schmidt als Partymanager zu beauftragen. Glaeseker warb danach für den Nord-Süd-Dialog aktiv für ihn um Sponsoren. Aus weiteren Unterlagen ging aber eindeutig hervor, dass Schmidts Party-Agentur als Gastgeber des Nord-Süd-Dialogs die volle wirtschaftliche Verantwortung trug.

Medienbericht: Ex-Bundespräsident Wulff auf Zeugenliste

Medienbericht

Ex-Bundespräsident Wulff auf Zeugenliste

Der ehemalige Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff sieht sich dem Vorwurf der Bestechlichkeit ausgesetzt. Im Verfahren soll jetzt das ehemalige Staatsoberhaupt gegen Olaf Glaeseker aussagen.

Glaeseker selbst äußerte sich im Gericht nur kurz zu Detailfragen, unter anderem zu den verlesenen Telefonnachweisen. Aus ihnen ging hervor, dass Glaeseker während seiner zwölf Urlaubsaufenthalte bei Schmidt viermal Kontakt mit seinem einstigen Dienstherrn hatte. Wulff soll im kommenden Jahr als Zeuge vor Gericht aussagen.

Von

dpa

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