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04.11.2013

17:29 Uhr

Prozess

Gericht verhandelt im März über Schavans Doktortitel

Im März 2014 beginnt vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht der Prozess um den Doktortitel von Annette Schavan. Die Uni Düsseldorf hat der früheren Bundesbildungsministerin den Titel entzogen – Schavan klagt dagegen.

Die frühere Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU): Ihre Klage gegen den Entzug des Doktor-Titels wird im März verhandelt. dpa

Die frühere Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU): Ihre Klage gegen den Entzug des Doktor-Titels wird im März verhandelt.

DüsseldorfDie Klage von Ex-Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) gegen den Entzug ihres Doktortitels wird am 20. März kommenden Jahres vor Gericht verhandelt. Das gab ein Sprecher des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts am Montag bekannt. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hatte Schavan Anfang Februar den Doktortitel entzogen, weil sie vor 33 Jahren in ihrer Promotionsarbeit vorsätzlich getäuscht haben soll. Sie war vier Tage später als Bundesministerin zurückgetreten.

Nach Auffassung der Philosophischen Fakultät der Universität hatte Schavan als Doktorandin „systematisch und vorsätzlich gedankliche Leistungen vorgetäuscht, die sich nicht selbst erbracht“ habe. Es seien in bedeutendem Umfang Texte übernommen worden, die nicht gekennzeichnet wurden, hieß es. Die Politikerin hatte eine Täuschungsabsicht in ihrer 1980 im Fach Erziehungswissenschaften eingereichten Dissertation stets bestritten. Scheitert Schavan mit der Klage, könnte sie noch das Oberverwaltungsgericht in Münster und als letzte Instanz das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig anrufen.

Schavan ist nicht die erste prominente Politikerin, die gegen den Entzug ihres Doktortitels klagt. Die FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin und die frühere FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos waren in erster Instanz vor Verwaltungsgerichten in Karlsruhe und Köln gescheitert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Mazi

04.11.2013, 20:09 Uhr

Man kann das sehen wie man will. Die Frau hat niemandem etwas getan. Es ist lediglich die Frage, weshalb sie überhaupt für ihren Titel kämpft.

Mein Vorschlag:
Wenn jemand nicht im promovierten Sachgebiet tätig ist, sollte der Titel nach 3 Jahren verfallen. Konkret denke ich daran, dass alle Doktorentitel innerhalb von 3 Jahren aus Regierungen und Parlamenten verschwunden seien. Auch dort würde dann nach besagten 3 Jahren ausschließlich die Leistung zu Anerkennung führen.

Scheiden Politiker aus ihren Ämtern wieder aus, sollten sie ihren Titel nach einer einfachen, angemessenen Prüfung wieder erwerben können.

[...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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