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14.04.2015

13:27 Uhr

Putin und der Biker-Club

Der russische Bär und seine Wölfe

Angeblich sind sie nicht politisch. Und doch zeigen sie sich an der Seite von Kremlchef Putin: der russische Biker-Club „Die Nachtwölfe“. Jetzt planen die Biker eine Tour auf den Spuren der Sowjetarmee – bis nach Berlin.

Kremlchef Putin hat es ausprobiert: Motorradfahren mit dem Biker-Club „Die Nachtwölfe“. AFP

Kremlchef Putin hat es ausprobiert: Motorradfahren mit dem Biker-Club „Die Nachtwölfe“.

MoskauDer russische Biker-Club „Die Nachtwölfe“ will auf einer Motorradtour von Moskau quer durch Ost- und Mitteleuropa bis nach Berlin den Weg der Sowjetarmee am Ende des Zweiten Weltkriegs nachfahren. „Ziel ist es, das Andenken an diejenigen zu ehren, die beim Kampf gegen den Faschismus gefallen sind“, sagte Organisator Andrej Bobrowski am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Durch die Motorradtour, die am 25. April beginnen und am 9. Mai, dem in Russland begangenen Jahrestags des Kriegsendes, in der deutschen Hauptstadt enden soll, wollen die Biker demnach die „guten Beziehungen“ zwischen Russland und den durchquerten Ländern stärken. Besucht werden sollen dabei außer Deutschland noch Weißrussland, Polen, Tschechien, die Slowakei und Österreich.

Die Nachtwölfe zeigen sich zwar regelmäßig an der Seite von Russlands Präsident Wladimir Putin, streiten aber jedes politische Engagement ab. „Wir sind keine Historiker, aber wir wollen die hunderttausenden von Zivilisten nicht in Vergessenheit geraten lassen, die im Krieg gestorben sind“, sagte Bobrowski. Er erwarte deshalb von allen, ihnen bei ihrer Aktion zu helfen, selbst von jenen, die diese nicht respektierten.

Der kurz vor Zusammenbruch der Sowjetunion 1989 gegründete Club zählt in deren Nachfolgestaaten heute rund 5000 Mitglieder. Die Biker waren bisher unter anderem kurz nach der Annexion durch Russland auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim unterwegs und tauchten auch schon in der Separatistenhochburg Lugansk in der umkämpften Ostukraine auf. Einige der Rocker entschieden sich dabei, gleich vor Ort zu bleiben und die Separatisten bei ihrem Kampf gegen Kiew zu unterstützen.

Kommentare (5)

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Frau White Paper

14.04.2015, 13:46 Uhr

Dass Putin auf einem Trike, also Dreirad sitzt, ist das Gegenteil einer Macht-Geste. Sowas fahren nur Möchtegern-Biker, die Angst haben umzufallen.

Herr peter Spirat

14.04.2015, 14:00 Uhr

Putin ist eben eine Taube und kein Falke.

Herr Peter Maus

14.04.2015, 14:07 Uhr

Interessanter Artikel.
Da läßt sich ja das Kopf-kino gar nicht mehr stoppen.
Ich stelle mir gerade Frau Merkel und Hr. Gauck in Lederklamotten Richtung Griechenland fahrend vor. Im Schlepptau sozusagen im Beiwagen unseren Finanzminister den Weg des Deutschen Geldes abfahrend. Hierbei darf man nicht vergessen den Umweg über die Banken zu nehmen.
Wo ist eigentlich Flinten-Uschi. Die hat ja seitdem sie die Landesoberverteidigerin ist zumindest das richtige Outfit…..
Dieser Artikel müßte prämiert werden als Vorlage für eine Satire.


Sehr gut HB
Sehr lobenswert und gekonnt.

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