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25.05.2016

13:52 Uhr

Rassismus

Pegida hetzt gegen Kinderschokolade

Quelle:Meedia.de

Bei Facebook schimpft Pegida über eine Sonderedition von Kinderschokolade. Statt des blonden Jungen sind ausländisch aussehende Kinder zu sehen. Was Pegida nicht wusste: Es sind Fotos deutscher Fußball-Nationalspieler.

Eine Werbekampagne von Kinderschokolade-Hersteller Ferrero erzürnt Pegida-Mitglieder. dpa

Boykottauruf

Eine Werbekampagne von Kinderschokolade-Hersteller Ferrero erzürnt Pegida-Mitglieder.

Hamburg„Vor Nichts wird Halt gemacht. Gibts die echt so zu kaufen? Oder ist das ein Scherz?“, schreibt Pegida Baden-Württemberg bei Facebook. Nein, ist es nicht. Die Kinder-Schoki gibt es wirklich so zu kaufen. Die Empörung ist freilich groß. „Die versuchen einem echt die Scheiße als normal unterzujubeln, armes Deutschland“, heißt es in den Kommentaren. Oder: „Wird nicht mehr gekauft! Warum können da nicht mal nackte Frauen rauf, oder wenn man mal was für die Ausländer machen will ne Ziege oder so ... Aber das?“ Verquaste Hetze eben.

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Erst spricht ein AfD-Abgeordneter bei einer Pegida-Kundgebung, dann hält ein Vertreter der Islamfeinde ein Grußwort bei einer AfD-Demo. Für die Parteiführung könnte der Schulterschluss noch zum ernsten Problem werden.

Tatsächlich hat Ferrero zur EM eine kreative Idee umgesetzt und das über die Jahre immer gleiche Gesicht einfach mal durch elf andere ausgetauscht – dabei handelt es sich um eine besondere Aktion. Den Hinweis zur Sonderedition, auf der linken Seite der Verpackung, hat Pegida beim Posting einfach weggeschnitten.

Dort steht nämlich: „Unsere Fußballstars als Kinder! Wir gratulieren!“

Zum Fußball-Event in diesem Sommer hat Ferrero die Kindergesichter der Nationalelf auf die Packungen gedruckt. Auf dem Pegida-Fotos sind Dortmund-Kicker Ilkay Gündogan und Bayern-Verteidiger Jerome Boateng zu sehen – die sicherlich auch von zahlreichen Pegida-Fans in den kommenden Wochen wieder bejubelt werden.

Ferrero hatte übrigens bereits zur WM 2014 eine ähnliche Aktion gestartet, damals aber noch ohne Fotos von Boateng und Gündogan.

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