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31.03.2011

07:56 Uhr

Razzia bei Bundesbank-Mitarbeitern

Millionenbetrug mit falschen Euro-Münzen aufgeflogen

Mitarbeiter der Bundesbank und der Lufthansa sollen mit einer organisierten Bande zusammengearbeitet haben, um verschrottete Euro-Münzen in China wieder zusammenzusetzen. Schaden: Mindestens 20 Millionen Euro.

Betrüger sollen alte Euro-Münzen nach China transportiert, repariert und dann mit Lufthansa-Stewardessen nach Deutschland zurückgeschmuggelt haben. Quelle: dapd

Betrüger sollen alte Euro-Münzen nach China transportiert, repariert und dann mit Lufthansa-Stewardessen nach Deutschland zurückgeschmuggelt haben.

BerlinEin mutmaßlicher Millionenbetrug mit gefälschten  Euro-Münzen ist laut „Bild“-Zeitung Anlass für Durchsuchungen unter anderem bei Mitarbeitern der Deutschen Bundesbank und der Lufthansa gewesen. Wie bereits Anfang März bekannt wurde soll eine organisierte Bande von der Notenbank verschrottete Euro-Münzen ersteigert, nach China transportiert und dort wieder zusammengesetzt haben. Mithilfe von Lufthansa-Stewardessen soll das Geld nach Deutschland zurückgeschmuggelt worden sein - Bundesbank-Komplizen der Bande sollen das Schrottgeld dann bei der Zentralbank in Scheine umgetauscht haben.

Nun wurden bei einer Razzia im Rhein-Main-Gebiet nach Informationen der Zeitung am Mittwoch sechs Menschen festgenommen, einige von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu bestätigte der „Bild“-Zeitung: „Gegen die Tatverdächtigen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Inverkehrbringen von Falschgeld.“ Der Schaden belaufe sich laut Schätzungen der Ermittler auf mindestens 20 Millionen Euro.

Möglich wurde der Betrug offenbar aufgrund des Verschrottungsverfahrens der Bundesbank: Die Zentralbank nimmt regelmäßig große Mengen verbrauchter Euro-Münzen aus dem Verkehr und macht sie unbrauchbar, indem sie den Kupfernickelkern vom Messingring trennt - und das Altmetall dann über die VEBEG, das Verwertungsunternehmen des Bundes, versteigert.


Von

dpa

Kommentare (5)

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schlammwerfer

31.03.2011, 09:10 Uhr

vielleicht sollte man die flugbegleiterinnen im allgemeinen etwas mehr unter die lupe nehmen, es ist bekannt, dass diese damen von asien trips haufenweise fakes mitbringen und auf ebay meist als originale verkaufen

anon

31.03.2011, 09:18 Uhr

Die Geschichte stand vor drei Wochen schon im Spiegel. Und nur weil ein Hilfsredakteur bei einer Nachrichtenagentur heute nicht weiß, was er schreiben soll, landet die Geschichte heute in allen Medien. Die deutsche Presse schafft sich ab.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,748119,00.html

HeiligerStrohsack

31.03.2011, 09:43 Uhr

Was sind 20 Millionen für einen Saftladen, der mit über 300 Milliarden Zitronen handelt?

Peanuts!

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