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24.05.2017

18:16 Uhr

Razzia in Berlin

Polizei verhaftet neben Dealer auch Islamisten

Die Verbindung zwischen Islamisten und Drogenhandel ist spätestens seit dem Fall des Attentäters Amri ein Thema. Nun gehen der Berliner Polizei bei einem Einsatz gegen Dealer mehrere gewaltbereite Islamisten ins Netz.

Bei dem Großeinsatz wurden am frühen Mittwochmorgen neun Männer in verschiedenen Teilen der Hauptstadt festgenommen. dpa

Polizeieinsatz in Berlin

Bei dem Großeinsatz wurden am frühen Mittwochmorgen neun Männer in verschiedenen Teilen der Hauptstadt festgenommen.

BerlinDie Berliner Polizei hat eine Bande von Drogenhändlern festgenommen, darunter mehrere gewaltbereite Islamisten. Bei dem Großeinsatz wurden am Mittwoch neun Männer in verschiedenen Teilen der Hauptstadt gefasst. „Vier davon sind dem gewaltbereiten islamistischen Spektrum zuzuordnen“, teilte die Polizei mit. Gegen drei lagen bereits Haftbefehle wegen Rauschgifthandels vor; der vierte sollte einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Bei den Durchsuchungen wurden Waffen, Drogen und elektronische Geräte wie Handys und Computer beschlagnahmt. Ein Restaurant und sechs Wohnobjekte in verschiedenen Stadtteilen waren durchsucht worden, darunter mindestens eine Flüchtlingsunterkunft.

Die Männer im Alter zwischen etwa 17 und 41 Jahren stammen aus dem Irak und Syrien; beim jüngsten ist unklar, ob er nicht schon 18 ist. Sie sollen mit Kokain, Haschisch und Ecstasy gehandelt haben.

Terror, Amok, Attentat – Fahrzeuge als Waffe

Deutschland

Ein Weihnachtsmarkt in Berlin wird am 19. Dezember 2016 Ziel eines islamistischen Terroranschlags. Zwölf Menschen sterben, als ein IS-Anhänger einen gekaperten Lastwagen in die Menschenmenge steuert. Wenige Tage später erschießen Polizisten den 24 Jahre alten Tunesier bei einer Kontrolle nahe Mailand.

USA

Am 28. November 2016 rast ein Student der Ohio State University in eine Gruppe Fußgänger. Danach steigt er aus dem Wagen und greift Umstehende mit einem Schlachtermesser an. Elf Menschen werden verletzt. Der IS reklamiert die Attacke später für sich.

Frankreich

Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, rast in Nizza ein Lastwagen in eine Menschenmenge. Der islamistische Attentäter tötet 86 Menschen und verletzt mehr als 200.

Österreich

Minutenlang rast ein 26-Jähriger am 20. Juni 2015 durch die Innenstadt von Graz, überfährt Café-Besucher und Fußgänger. Drei Menschen sterben, 34 werden verletzt. Vor Gericht wird der Mann für nicht zurechnungsfähig erklärt.

Niederlande

Am Königinnentag am 30. April 2009 fährt ein 38-Jähriger auf den offenen Bus der Königsfamilie zu. Mit seinem Kleinwagen tötet er sieben Menschen und verletzt zehn; Königin Beatrix und ihre Familie trifft er nicht. Der Attentäter sagt einem Polizisten, er habe einen Anschlag verüben wollen. Der Mann erliegt später seinen Verletzungen.

Die islamistische Ausrichtung der Männer sei nicht Gegenstand des Verfahrens gewesen, bei den Ermittlungen und den Festnahmen sei es um den bandenmäßigen Drogenhandel gegangen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Das zeigt aber, dass die Grenzen fließend sind.“

Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, war ebenfalls in beiden Szenen unterwegs, bei den Islamisten in einer einschlägigen Moschee und im organisierten Drogenhandel, um Geld zu verdienen. Bei ihm liefen die Ermittlungen der Polizei allerdings entgegengesetzt. Die Polizei beobachtete ihn wegen seiner Nähe zur gewaltbereiten islamistischen Szene. Beim Abhören fiel den Ermittlern auf, dass Amri nicht nur selbst Drogen nahm, sondern auch verkaufte.

Einige Islamisten nutzen den Drogenhandel auch zur Beschaffung von Geld für ihre Aktivitäten. Anderseits geraten junge Kleinkriminelle und Drogenhändler aus den Einwanderermilieus bei der Sinnsuche auch immer wieder an islamistische Prediger.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Leo Löwenstein

24.05.2017, 16:51 Uhr

Erwischen ist das eine.
Ob es endlich mal saftige Gefängisstrafen für diese HERRSCHAFTEN GIBT; DARAN ZWEIFEL ICH:
sind Ausländer DARUNTER MUSS EINE BEDINGUNGSLOSE Abschiebung IM saBSCHLUSS ERFOLGEN:

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