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31.12.2016

09:45 Uhr

Razzia in Köln

Polizei durchsucht mehrere Lokale

Die Kölner Polizei hat einen Tag vor Silvester eine Razzia gegen mutmaßliche Diebesbanden aus Nordafrika durchgeführt. In mehreren Lokalen überprüften die Beamten etwa 60 Personen. Festnahmen gab es keine.

Einen Tag vor Silvester hat die Polizei im Stadtteil Kalk mehrere Lokale durchsucht. Die Lokalitäten gelten den Ermittlern zufolge als möglicher Rückzugsort von mutmaßlichen Diebesbanden insbesondere aus dem nordafrikanischen Raum. dpa

Razzia gegen mutmaßliche Diebesbanden in Köln

Einen Tag vor Silvester hat die Polizei im Stadtteil Kalk mehrere Lokale durchsucht. Die Lokalitäten gelten den Ermittlern zufolge als möglicher Rückzugsort von mutmaßlichen Diebesbanden insbesondere aus dem nordafrikanischen Raum.

KölnEinen Tag vor Silvester hat die Polizei bei einer Razzia im Kölner Stadtteil Kalk mehrere Lokale durchsucht. Etwa 60 Personen seien am Freitagabend in den drei Kneipen und Cafés überprüft worden, sagte ein Polizeisprecher.

Festnahmen habe es keine gegeben. Die Lokalitäten gelten den Ermittlern zufolge als möglicher Rückzugsort von mutmaßlichen Diebesbanden insbesondere aus dem nordafrikanischen Raum.

Bei einem Mann fanden die Beamten geringe Mengen an Betäubungsmittel. Ihm droht eine Strafanzeige. Vier Männer wurden nach Angaben des Sprechers vorübergehend in Gewahrsam genommen, weil sie sich nicht ausweisen konnten. Sie sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Wie man sich vor Wohnungseinbrüchen schützen kann

Zugang erschweren

Polizeistatistiken belegen, dass Einbrecher keine Zeit vergeuden und Aufsehen vermeiden. Sind sie nicht binnen fünf Minuten in der Wohnung, wird ihnen die Entdeckungsgefahr meist zu groß und sie suchen sich andere Ziele. Empfehlenswert sind daher massive Türblätter, Türschlösser mit Schutzbelag und mehrfach im Mauerwerk verankerte Schließbleche. Polizei und andere Experten raten zu qualitätsgeprüften sogenannten einbruchhemmenden Türen. Die staatliche Förderbank KfW etwa fördert den Einbau solcher Türen und die Nachrüstung mit Rollläden und Zusatzschlössern sogar.

Wertsachen sicher verwahren

Nicht ständig benötigte Wertsachen sollten wenn möglich nicht zu Hause, sondern besser in einem sicheren Bankschließfach aufbewahrt werden. Andernfalls ist eventuell auch die Anschaffung eines fest verankerten Tresors eine Möglichkeit. Wertsachen sollten zudem samt einer genauer Beschreibung oder einem Foto in einem eigenen Verzeichnis katalogisiert werden, um im Fall von Diebstähle eine mögliche Wiederbeschaffung zu erleichtern und den Schaden besser regulieren zu können

Mit Nachbarn zusammentun

Nachbarn und Freunde sollten wissen, wann Bewohner zu einer Reise aufbrechen und wie sie im Notfall erreichbar sind. Die Erfahrungen der Polizei zeigen generell, dass eine aufmerksame Nachbarschaft entscheidend hilft, Einbrechern die Tour zu vermasseln. Sie ruft deshalb dazu auf, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam auf verdächtige Aktivitäten zu achten. Entgegen der weit verbreiteten Meinung schlagen viele Einbrecher auch tagsüber zu, etwa bei kurzen Abwesenheiten. Es gibt sogar professionelle Haushüter, die etwa in Urlaubszeiten engagiert werden können.

Auch Kleinigkeiten bedenken

Alltägliche Gewohnheiten und unscheinbare Details können Tätern mitunter ebenfalls das Leben erleichtern und sollten daher im Zweifelsfall neu überdacht werden. Haustüren sollten laut Polizei-Empfehlung selbst bei kurzzeitigem Verlassen abgeschlossen und nicht nur zugezogen werden. Profi-Einbrecher öffnen sie sonst innerhalb von Sekunden. Fenster sollten nie offenbleiben. Selbst Mülltonnen oder Pflanzenrankgitter können Dieben als Leiterersatz dienen und Einbrüche über die oberen Etagen erleichtern. Anrufbeantworter sollten niemals Hinweise auf Abwesenheit liefern.

Anwesenheit vortäuschen

Überquellende Briefkästen, geschlossene Rollläden und ein ungemähter Rasen signalisieren, dass niemand zu Hause ist und die Bewohner zum Beispiel länger im Urlaub weilen. Daher sollte zum Beispiel die Zeitung abbestellt oder nachgesendet werden. Anwesenheit vorgetäuscht werden kann auch, indem Licht per Zeitschaltuhr regelmäßig an- und ausgeht. Es gibt inzwischen sogar kleine Fernseh-Simulatoren. Das sind kleine LED-Projektoren, die in einem Raum ein möglichst realistisches Fernsehlicht erzeugen. Sie schalten sich dabei zu zufälligen Zeiten ein.

Alarmanlangen

Eine Alarmanlage verhindert zwei von drei Einbrüchen. Bei einer sogenannten Fallenüberwachung werden bestimmte Bereiche im Gebäude-Inneren durch Bewegungsmelder überwacht. Der Alarm wird dabei allerdings erst dann ausgelöst, wenn Einbrecher bereits eingedrungen sind. Eine andere Möglichkeit ist die sogenannte Außenhautüberwachung, bei der die Fenster und Türen mit Kontakten überwacht werden. Diese ist aber in der Regel relativ teuer. Abschreckend wirken können außerdem auch Lichtalarmanlagen, bei denen Bewegungssensoren eine Außenbeleuchtung anschalten.

Etwa 30 Beamte waren im Einsatz. In Stadtteil Kalk war die Polizei vor allem in der ersten Jahreshälfte bereits mehrfach gegen mutmaßliche Diebesbanden vorgegangen.

In der zurückliegenden Silvesternacht war es in Köln massenhaft zu Straftaten gekommen. Frauen wurden beraubt und auch begrapscht. Viele Beschuldigte stammten aus Nordafrika. Die Polizei will Ähnliches in diesem Jahr mit allen Mitteln verhindern.

Von

dpa

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