Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.12.2015

11:56 Uhr

Razzien am Donnerstag

Polizei findet keine Terrorhinweise in NRW

Stundenlang durchsuchten Polizisten mehrere Wohnungen in NRW: Es gab Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Festnahmen gab es keine, doch Speichermedien und Unterlagen wurden sichergestellt.

Die Polizei durchsuchte Wohnungen in Düsseldorf und Schwelm. Die Verdächtigen gehören der islamistischen Szene an. dpa

Razzia gegen mutmaßliche Passfälscher

Die Polizei durchsuchte Wohnungen in Düsseldorf und Schwelm. Die Verdächtigen gehören der islamistischen Szene an.

DüsseldorfRazzien der Polizei in drei Wohnungen in Nordrhein-Westfalen haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Erkenntnisse über einen terroristischen Hintergrund der Verdächtigen erbracht. „Es gibt keine Beziehungen zu den Anschlägen in Paris“, sagte ein Sprecher der bei den Durchsuchungen am Donnerstag federführenden Staatsanwaltschaft Berlin. Die Beamten seien dem Verdacht der Urkundenfälschung nachgegangen.

Es seien vier Personen betroffen, die der islamistischen Szene zugerechnet würden. Sie sollen versucht haben, sich in Berlin gefälschte französische Pässe zu beschaffen. Bei den Durchsuchungen seien Beweismittel wie Speichermedien und Unterlagen sichergestellt worden, die nun ausgewertet würden. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen.

Paris-Attentäter aus Molenbeek: Die belgische Brutstätte der Terroristen

Paris-Attentäter aus Molenbeek

Die belgische Brutstätte der Terroristen

Ein Belgischer Dschihadist soll die Paris-Anschläge geplant haben. Nicht das erste Mal führen die Spuren nach Terroranschlägen nach Belgien. Ein Brüsseler Vorort gilt als Sinnbild gescheiterter Integration.

Einem Sprecher der Bundespolizei zufolge begannen die Durchsuchungen von zwei Wohnungen in Düsseldorf und einer Wohnung in Schwelm gegen 6.00 Uhr am Morgen. Es habe keine Festnahmen oder Zwischenfälle gegeben. Insgesamt waren rund 80 Beamte im Einsatz, darunter auch Mitglieder von Spezialeinheiten.

Bei den Anschlägen in Paris vom 13. November waren mindestens 130 Menschen getötet worden. Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu den Taten bekannt. Durchsuchungen in Deutschland auf der Suche nach Tätern oder Hintermännern blieben bislang ohne Ergebnisse.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×