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08.01.2015

18:13 Uhr

Reaktion auf Terror in Paris

Union fordert mehr Geld für Sicherheitsbehörden

ExklusivNach dem Anschlag in Paris fordert die Union eine weitere Aufstockung der Mittel für die deutschen Sicherheitsbehörden. Die Personalausstattung müsse der angespannten Sicherheitslage angepasst werden.

Beamte der Bundespolizei in einem ICE auf der Strecke Paris-Frankfurt. dpa

Beamte der Bundespolizei in einem ICE auf der Strecke Paris-Frankfurt.

BerlinDie Union sieht sich durch den Anschlag in Paris in ihrer Forderung nach einer besseren Ausstattung der deutschen Sicherheitsbehörden bestätigt. „Wir haben bereits im November durchgesetzt, dass die Bundespolizei und das Bundesamt für Verfassungsschutz für 2015 deutlich mehr Mittel erhalten. Das kann aber nur der erste Schritt gewesen sein“, sagte der Obmann der Unionsfraktion im Innenausschuss, Armin Schuster, dem Handelsblatt (Freitagausgabe).

Die Personalausstattung der Behörden sei seit Jahren nicht mehr erhöht und in einigen Bundesländern sogar gekürzt worden, die Anforderungen seien aber stark gestiegen. „Bislang haben das BKA, das Bundesamt für Verfassungsschutz oder die Bundespolizei das zu kompensieren versucht, indem sie intern umgeschichtet haben. Die Sicherheitslage ist momentan auf vielen Gebieten so angespannt, dass das nicht mehr funktioniert“, sagte Schuster.

Islamistischer Terror in Europa

Seit dem 11. September 2001

Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 gab es auch in Europa eine Reihe islamistischer Attentate. Manche Pläne konnten gerade noch vereitelt werden. Beispiele:

März 2004

Bei Sprengstoffanschlägen auf Pendlerzüge in Madrid sterben 191 Menschen, etwa 1500 werden verletzt.

2. November 2004

Der Filmregisseur, Publizist und Satiriker Theo van Gogh wird in Amsterdam auf offener Straße ermordet.

Juli 2005

Vier Muslime mit britischem Pass zünden in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

Juli 2006

Im Kölner Hauptbahnhof werden in zwei Zügen Bomben gefunden, die wegen eines technischen Fehlers nicht explodierten. Der „Kofferbomber von Köln“ wird zu lebenslanger Haft erurteilt.

Januar 2010

Gut vier Jahre nach der Veröffentlichung seiner Mohammed-Karikaturen in der Zeitung „Jyllands-Posten“ entkommt der dänische Zeichner Kurt Westergaard nur knapp einem Attentat.

9. März 2010

Selbstmordanschläge auf die Moskauer Metro mit 40 Toten und 84 Verletzten. Der tschetschenische Terrorist Doku Umarow bekennt sich.

Dezember 2010

Bei einem Sprengstoffanschlag in der Stockholmer Fußgängerzone stirbt der Attentäter. Hintergrund war vermutlich der Einsatz schwedischer Soldaten in Afghanistan.

März 2011

Ein Kosovo-Albaner erschießt am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten und verletzt zwei weitere schwer.

Januar 2011

Bei einem Selbstmordanschlag auf dem internationalen Moskauer Flughafen Domodedowo sterben mindestens 37 Menschen. Die Ermittler machen Islamisten aus dem Nordkaukasus verantwortlich.

Dezember 2013

Bei Selbstmordanschlägen in der russischen Stadt Wolgograd sterben 34 Menschen im Bahnhof und in einem Bus. Islamisten aus dem Nordkaukasus bekennen sich zu den Attentaten.

Mai 2014

Im Jüdischen Museum in Brüssel erschießt ein französischer Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird der Mann festgenommen.

7. Januar 2015

Mordanschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris. Zwölf Menschen fallen dem Anschlag zum Opfer.

13. November 2015

Bei mehreren Sprengstoffexplosionen im Pariser Stadtgebiet sterben 130 Menschen. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekennt sich zu dem Anschlag.

Die Grünen-Innexpertin Irene Mihalic zeigte sich offen für den Vorstoß. „Natürlich müssen unsere Sicherheitsbehörden vernünftig ausgestattet werden. Wir müssen aber gezielte Maßnahmen ergreifen und nicht mit der Gießkanne das Geld verteilen“, sagte sie. Bedarf sehe sie etwa bei der Bundespolizei. Mihalic wandte sich zugleich gegen Forderungen nach schärferen Sicherheitsgesetzen: „Bevor wir über weitere Verschärfungen sprechen, sollten wir erstmal die Mängel in der Umsetzung angehen“, sagte sie.

Von

tho

Kommentare (7)

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Herr Roman Tersano

08.01.2015, 18:29 Uhr

Symptombekämpfung statt Ursachenbekämpfung

Was die Union fordert ist Symptombekämpfung statt Ursachenbekämpfung.
Und schlimmer noch: Während sie Symptombekämpfung fordert, betreibt sie eigentlich eine Ursachenförderung, indem sie etwa durch ihre Asylpolitik allein 200 000 überwiegend islamische Asylbewerber ins Land lässt, den Bevölkerungsanteil der Muslime immer weiter erhöht -- und damit auch den Anteil, der Islamisten, Salafisten, Dschihadisten.

Herr Peter Delli

08.01.2015, 18:36 Uhr

Es geht weiter wie gewohnt, Schwachsinn im Stundentakt.

Account gelöscht!

08.01.2015, 18:50 Uhr

Union fordert mehr Geld für Sicherheitsbehörden


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SICHERHEITSKRÄFTE GEHÖREN IN GANZ EUROPA EINGESTELLT !

Und nicht auf unfachmännische Security-Billig-Factory-Stufe

sondern ECHTE POLIZISTEN !

Wenn man in Deutschland sich wundern muss...

wo man die Herkunft und Vergangenheit mancher Security-Kraft kennt...

wie eine solche Person von fort an als Security angezogen und tätig ist ...ist zum Kopfschütteln !!!


Während man an Deutsche Polizisten die Benzinkosten zu sparen abverlangt ?

Also beim nächster Banküberfall kommt die Polizei zum Tatort mit dem Fahrrad...dann ist Benzin und Kilometer gespart an den Dienstfahrzeuge ???

Dauert dann eine halbe Stunde länger bis man da ist.





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