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25.04.2011

16:47 Uhr

Reaktionen auf Auto-Kommentar

Kretschmann erntet scharfe Kritik

Der designierte Ministerpräsident aus dem Ländle, Winfried Kretschmann, will die Autoindustrie ökologischer machen. Beim Koalitionspartner gibt es eine Abfuhr: Der Grünen-Politiker handle "wirtschaftspolitisch unklug".

Der designierte baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat mit industriekritischen Äußerungen die Politik gegen sich aufgebracht. Quelle: dpa

Der designierte baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat mit industriekritischen Äußerungen die Politik gegen sich aufgebracht.

Berlin. Der designierte baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist mit seinen autokritischen Äußerungen auf Kritik bei SPD und CDU gestoßen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier warf dem Politiker vor, wirtschaftspolitisch unklug zu handeln und lud die baden-württembergischen Autokonzerne zu Investitionen in seinem Bundesland ein. Kretschmann hatte in einem Interview erklärt, er wolle auch die Automobilindustrie in Baden-Württemberg ökologisch umbauen.

Dabei halte er es auch für richtig, wenn die Hersteller weniger Autos produzierten, sagte der Grünen-Politiker der „Bild am Sonntag“. Baden-Württemberg ist mit den Hauptsitzen von Daimler und Porsche sowie zahlreichen Zulieferern einer der wichtigsten Auto-Standorte in Deutschland. „Weniger Autos sind natürlich besser als mehr“, sagte Kretschmann, dessen Partei derzeit in der Endphase der Koalitionsverhandlungen mit der SPD ist.

Stattdessen gelte es, in Zukunft Mobilitätskonzepte zu verkaufen und nicht nur Autos. „Dazu gehören Laufen, Fahrradfahren, Autofahren, Eisenbahnfahren.“ Er sei gewählt worden, weil den Grünen zugetraut werde, aus „einer starken Industrieregion ein Land mit grünen Produktlinien zu machen. Wir wollen beweisen: Ökonomie und Ökologie gehören zusammen, wenn wir unsere Lebensgrundlagen nicht zerstören wollen.“

Auch von seinem künftigen Koalitionspartner wurde Kretschmann kritisiert. Weniger Autos bedeuteten weniger Wohlstand und weniger Arbeitsplätze, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Garrelt Duin am Montag. Kretschmann wandele auf einem schmalen Grat. „Die Grünen dürfen die industrielle Basis nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, sagte der SPD-Politiker.

Kretschmann versicherte in seinem Interview aber zugleich, die Autoindustrie müsse sich wegen einer grün-geführten Regierung keine Sorgen machen. Sie müsse allerdings in Zukunft Autos bauen, die viel weniger Sprit verbrauchten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Schaffe es die Autoindustrie nicht, grüner zu werden, werde sie keine Zukunft haben, sagte der Grünen-Politiker.

Von

rtr

Kommentare (14)

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Markus

25.04.2011, 18:13 Uhr

Herr Kretschmann ist halt ein Öko. Was will man von denen denn anderes erwarten, außer dummschwätziges Geblubber.

Ironie an:

Für seine Gesinnung aufgrund von der Parteizugehörigkeit kann er ja nichts, das muss man ihm nachsehen.

Ironie aus.

Account gelöscht!

25.04.2011, 18:22 Uhr

Kretschmanns Äußerungen sind einfach nur hirnrissig. Aber BW wollte ihn ja haben; mal sehen, wann die Wähler dort aufwachen und einen Albtraum als Realität wahrnehmen.

hutzel

25.04.2011, 18:25 Uhr

Daddy. zu Kretschmann
Es ist erschreckend , wie dumm studierte Leute aggieren ,
wenn sie an der Macht sind .Man kann ihm nur raten :Erst denken dann reden !

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