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26.03.2006

18:45 Uhr

Reaktionen auf die Wahl in Baden-Württemberg

„Schmerzhafte Niederlage“ für Ute Vogt

Die Bürger haben in Baden-Württemberg gewählt. Bei der Landtagswahl hat die CDU ihre Hochburg verteidigt. Lesen Sie hier die Reaktionen aus der Landes-Politik.

Der baden-württembergische FDP-Fraktionschef Ulrich Noll sagte, das wichtigste Wahlziel - die Fortsetzung der Koalition - sei wahrscheinlich erreicht. Seine Partei habe das beste Ergebnis seit fast 40 Jahren erzielt.

Der Landesvorsitzende der baden-württembergischen Grünen, Andreas Braun, erwartet, dass Ministerpräsident Oettinger und die CDU auf die Grünen zukommen werden. "Das Heft des Handelns liegt jetzt klar beim Ministerpräsidenten", sagte Braun. Die Grünen seien drittstärkste Partei geworden und hätten ihr Wahlziel mehr als erfüllt.

Auch Exverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU) sprach von einem "tollen Ergebnis". Man habe den schwierigen Prozess eines Generationswechsels erfolgreich abgeschlossen. Oettinger könne das Land jetzt erfolgreich führen. Die CDU verfalle jetzt aber nicht in eine Überheblichkeit, betonte er. Eine gewaltige Kraftanstrengung sei nötig, um die gute Position Baden-Württembergs zu halten.

Die SPD-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, Ute Vogt, will sich nach der herben Niederlage ihrer Partei erst am Montag zu ihrer politischen Zukunft äußern. "Das ist eine schmerzhafte Niederlage", sagte Vogt am Sonntag in der ARD. Über das weitere Vorgehen werde am Montag der Vorstand der Partei entscheiden, sagte Vogt und lehnte damit eine Aussage zu ihrer politischen Zukunft nach zwei verlorenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg in Folge unter ihrer Führung ab. "Es gibt keine Entscheidung heute", sagte Vogt. Die SPD habe ihre Wahlziele nicht erreicht, räumte Vogt ein.

Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Fritz Kuhn, zeigte sich zufrieden mit dem Wahlergebnis in Baden-Württemberg. "Wir sind ziemlich happy. Wir sind gestärkt in der Opposition." Es habe sich gezeigt, dass die Themen der Grünen im Wahlkampf gezogen hätten. Zu einer möglichen schwarz-grünen Koalition in Stuttgart wollte er sich zunächst nicht äußern.

Der baden-württembergischen Grünen zeigten sich hocherfreut über ihr gutes Abschneiden bei der Landtagswahl. Die stellvertretende Fraktionschefin im Landtag Brigitte Lösch sagte, man habe beide Wahlziele erreicht. "Wir freuen uns über dieses Wahlergebnis", sagte Lösch.

Die FDP wertete das Abschneiden der Grünen als Folge des Absturzes der Sozialdemokraten. "Die Grüne profitierten davon, dass die SPD verloren hat", sagte FDP-Landeschefin Birgit Homburger im selben Sender. Homburger sprach von dem besten Ergebnis ihrer Partei seit 1968.

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