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29.01.2014

15:20 Uhr

Reaktionen auf Maaßen-Interview

„So naiv kann doch kein Verfassungsschützer sein“

VonTill Simon Nagel

Snowdens Enthüllungen haben keine Beweiskraft, es gibt keine Erkenntnisse über Wirtschaftsspionage der NSA: Diese Äußerungen des Verfassungsschutz-Chefs im Handelsblatt-Interview haben viele Leserreaktionen ausgelöst.

Manche Äußerung von Hans-Georg Maaßen lösen bei den Lesern von Handelsblatt Online Befremden aus. Reuters

Manche Äußerung von Hans-Georg Maaßen lösen bei den Lesern von Handelsblatt Online Befremden aus.

DüsseldorfEdward Snowden, der Geheimdienst NSA und die Ängste der Wirtschaft vor Industriespionage: In einem Interview mit dem Handelsblatt hatte Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen über die Affäre gesprochen. Einige seiner Aussagen nun haben bei unseren Lesern „Verwunderung“ ausgelöst. Etwa die: Maaßen gehe davon aus, dass sich die Amerikaner an amerikanisches Recht halten würden. Und dieses sehe Industriespionage durch die Dienste nicht vor. Überdies werde sich die NSA auch an deutsches Recht halten. Der Verfassungsschutz glaubt also nicht an ein umfassendes und systematisches Ausspionieren deutscher Privatpersonen und Unternehmen. Man sei den Vorwürfen nachgegangen und keine „validen Erkenntnisse“ erhalten.

Das blieb im Netz nicht unbeantwortet. Mehr als 250 Kommentare auf unserer Seite und im sozialen Netzwerk Facebook sind seit gestern bei uns eingegangen. Viele Leser bringen außer Spott über die von ihnen angenommene Naivität des Verfassungsschutz-Chefs ihr generelles Misstrauen gegenüber seiner Behörde zum Ausdruck. So wie Stefan Böhm auf unserer Facebook-Seite. Er schätzt die Glaubwürdigkeit Edward Snowdens höher ein als die des Verfassungsschutzes: „Der Herr Maaßen, der über Jahre keine rechte Terrorzelle finden konnte, weiß besser über die NSA Bescheid, als einer ihrer ehemaligen Mitarbeiter?“, fragt er verwundert.

Ein Leser mit dem Pseudonym „Karlos“ kommentiert dazu auf unserer Webseite: „Weil unser Geheimdienst nichts zu bieten hat, sind die USA-Geheimdienste unantastbar. Die machen munter weiter und halten 80 Millionen in Deutschland unter Totalkontrolle, während unser Geheimdienst seine Peinlichkeiten mit billigem Abwehrfeuer auf Snowden zu überdecken versucht[…].“ Pascal P. hat für solche Aussagen nur eine Antwort übrig: „Ein Mann, der vom Staat bezahl wird, verteidigt den Staat gegen die Veröffentlichungen von Snowden, die die Verbrechen des Staates darlegen. Schlichte Staatspropaganda im Handelsblatt“, schreibt er auf unserer Facebook-Seite.

Kommentare (19)

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Soapi

29.01.2014, 15:41 Uhr

Wer vertritt denn überhaupt noch Deutsche Interessen, wenn nicht einmal der eigene Verfassungsschutz und die Deutsche Regierung das tun??? Als Bürger dieses Landes muss ich hier mehr erwarten können. Andere Länder sind und da weit voraus und legen nicht ständig diese Demut an den Tag! Hat die NSA hier vielleicht schon einige Leute durch brisante Informationen im Griff??

juppphirsenkotzer

29.01.2014, 15:46 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Vollstrecker

29.01.2014, 16:27 Uhr

Zitat : Snowdens Enthüllungen haben keine Beweiskraft, es gibt keine Erkenntnisse über Wirtschaftsspionage der NSA

Diesen Verfassunfsschutzhengst sollte man sofort entlassen ( wegen fehlerhaftem Urteilsvermögen ) und den Saustall Verfassungsschutz sofort auflösen !

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