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26.02.2017

13:02 Uhr

Rechte Gewalt

Mehr als 3500 Angriffe auf Flüchtlinge

2016 gab es mehr als 3500 fremdenfeindliche Angriffe auf Flüchtlinge und Asylunterkünfte. Unter den Opfern sind auch Kinder und freiwillige Asyl-Helfer.

Schmierereien und Hetzparolen an der Wand einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Riedlingen (Baden-Württemberg). dpa

Anschlag auf Notunterkunft für Flüchtlinge

Schmierereien und Hetzparolen an der Wand einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Riedlingen (Baden-Württemberg).

BerlinIm vergangenen Jahr hat es einem Zeitungsbericht zufolge insgesamt 3533 Angriffe auf Flüchtlinge und Asylunterkünfte gegeben. Dies geht aus einer Auswertung der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Wochenende berichteten. Zudem gab es 217 Attacken gegen Hilfsorganisationen oder freiwillige Asyl-Helfer. Demnach wurden 2545 Angriffe auf Flüchtlinge außerhalb ihrer Unterkünfte gezählt. Hinzu kommen 988 Angriffe auf Flüchtlingsheime – 2015 hatte es 1031 gegeben. Im gesamten Jahr 2016 wurden bei diesen Delikten 560 Menschen verletzt, darunter 43 Kinder.

Die Linken-Innenpolitikerin Ulla Jelpke verurteilte die Gewalt gegen Flüchtlinge. 3500 Fälle von An- und Übergriffen im Zusammenhang mit geflüchteten Menschen seien nahezu zehn Taten am Tag. "Muss es erst Tote geben, bevor die rechten Gewalttaten als ein zentrales Problem der inneren Sicherheit eingestuft werden und ganz oben auf der Agenda der Innenpolitik stehen?" Jelpke forderte in den Funke Zeitungen, wenigstens die Bundesregierung müsse damit aufhören, "durch immer neue Gesetzesverschärfungen im Asylbereich weiter den Eindruck zu erwecken, Flüchtlinge seien eine Bedrohung".

Auch die Bundesregierung verurteilt in dem Papier die Gewalt gegen Flüchtlinge dem Bericht zufolge "aufs Schärfste". Unter anderem heißt es: "Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und in Deutschland Schutz suchen, können zu Recht erwarten, dass sie sicher untergebracht sind."

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

27.02.2017, 12:56 Uhr

Wo bleiben die Meldungen über die kriminelle Taten der "Flüchtlinge"? Wo ist die Statistik, wieviele Einrichtungen die Flüchtlinge gewissenlos beschädigten? Sind deutsche Opfer keine Meldungen wert? Anweisung der Frau Merkel?

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