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16.11.2011

20:56 Uhr

Rechter Terror

Wulff will Angehörige der Neonazi-Opfer einladen

Bundespräsident Christian Wulff will die Angehörigen der Neonazi-Mordopfer zu einem Gespräch einladen. Inzwischen werden immer mehr schwere Pannen bei der Fahndung nach rechtsextremen Gewalttätern bekannt.

Bundespräsident Christian Wulff will Angehörige der Neonazi-Opfer einladen. AFP

Bundespräsident Christian Wulff will Angehörige der Neonazi-Opfer einladen.

BerlinBundespräsident Christian Wulff will die Angehörigen der Neonazi-Mordopfer zu einem Gespräch nach Berlin einladen. Zu dem Treffen im Schloss Bellevue sollten auch Vertreter der Bundesregierung und des Parlaments kommen, teilte das Bundespräsidialamt am Mittwoch mit. Zur Zeit würden die Vorbereitungen für das Treffen getroffen, dessen Termin noch nicht bekannt ist.

„Ich bin erschüttert und teile die Empörung der Menschen in unserem Land“, sagte Wulff bei seiner Auszeichnung mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland am Abend. „Wir gedenken der Toten und teilen hoffentlich jetzt noch viel mehr das Leid ihrer Angehörigen.“

„Noch wissen wir nicht, wie viele Menschen insgesamt betroffen sind.“ Es stellten sich aber Fragen, ob die Bundesrepublik der Opfer und ihren Hinterbliebenen gerecht geworden sei und die Protagonisten rechtsextremer Kreise ausreichend beobachtet wurden. „Haben wir uns möglicherweise selbst von Vorurteilen fehlleiten lassen?“, fragte der Bundespräsident.

„Wir dürfen gegenüber den Hinterbliebenen nicht sprachlos sein“, erklärte Wulff. „Wir brauchen ein Klima, das schon pauschale Diffamierungen nicht zulässt. Sie sind der Nährboden für Gewalt“, sagte der Bundespräsident in seiner Rede.

Wulff betonte auch die engen Verbindungen zwischen der Bundesrepublik und dem Staat Israel. Die deutsche Geschichte lehre die Notwendigkeit, gegen Antisemitismus und jede Form von Intoleranz vorzugehen und für das Existenzrecht des Staates Israel einzutreten.

Zentralrats-Präsident Dieter Graumann würdigte Wulff in seiner Laudatio als engen Freund Israels und des jüdischen Volkes. Mit seinem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz und seiner Reise nach Israel habe Wulff Zeichen gegen das Vergessen und Zeichen der Freundschaft gesetzt. In seiner Rede am 3. Oktober 2010 hatte Wulff erklärt, dass das Judentum zweifelsfrei zu Deutschland gehöre. „Wie lange haben Juden in diesem Land auf diese höchstoffizielle Einsicht gewartet“, sagte Graumann.

Kommentare (7)

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Rainer_J

16.11.2011, 22:59 Uhr

Pannen?

Also dummer kann man eine künstlich erschaffene Terrorgruppe, die angeblich alles mögliche getan hat, nicht erschaffen.

Diese Terrorgruppe ist in meinen Augen ein Konstrukt.

Wenn man für ein FAKE hat Menschen über die Klinge springen lassen!? Ich hoffe, es ist nicht so und denke, dass die Dönermorde dem organisierten Verbrechen zuzuordnen sind.

Es ist wohl eher so, dass man zwei Täterwaffen einigen Skinheads unterjubelt und die dann killt.

So will sich die CDU die Wählerstimmen sichern.

In der Krise zeigen unsere "demokratischen" Politiker ihr wahres Gesicht. Sie sind fremdgesteuert.

Sie stehen nicht für Menschlichkeit, nicht für Moral, nicht für Recht und nicht für Demokratie.

Account gelöscht!

16.11.2011, 23:00 Uhr

...albern, peinlich und naiv ! Was will der Lappen von Wulff schon bewirken ? Ein Zeichen nach außen in die internationale Öffentlichkeit eine Runde gemein-gesellschaftliche Heularie.

Neonazismus ist bundesdeutsche Realität, mit der Tendenz stark steigend. Und sie ist ein Ergebnis der letzten 20 Jahre Bundespolitik. Sie ist ein Ergebnis der vorsätzlichen ent-deutschung dieses Landes. Machen wir uns nichts vor Freunde. das Problem ist HAUSGEMACHT ! Ganz klar !

Account gelöscht!

17.11.2011, 11:07 Uhr

.... oje, dass Bild in dem Medien habe ich schon vor Augen: Frau Wulff neben ihrem Gatten mit Kopftuch!

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