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14.11.2014

19:15 Uhr

Rechtsgutachten

Kein Schadenersatz für „Euro-Hawk“-Desaster

Ansprüche gegen den Hersteller der Aufklärungsdrohne „Euro Hawk“ hätten viel früher geltend gemacht werden müssen – nun bekommt die Bundesregierung keinen Schadensersatz. Die Entwicklung hat sie 600 Millionen gekostet.

Die „Euro Hawk“-Entwicklung war im Mai 2013 abgebrochen worden, hatte da aber bereits rund 600 Millionen Euro gekostet. dpa

Die „Euro Hawk“-Entwicklung war im Mai 2013 abgebrochen worden, hatte da aber bereits rund 600 Millionen Euro gekostet.

BerlinDie Bundesregierung wird keinen Schadenersatz für den vorzeitigen Abbruch des Drohnen-Projekts „Euro Hawk“ erhalten. Einem am Freitag bekanntgewordenen Rechtsgutachten zufolge hätte das Verteidigungsministerium entsprechende Ansprüche an den Hersteller bis Ende 2013 geltend machen müssen.

Die Opposition kritisiert nun, dass die Frist nicht verlängert wurde. Die Gutachter hatten wegen erheblicher Prozessrisiken von einer gerichtlichen Auseinandersetzung abgeraten.

Die Entwicklung der Aufklärungsdrohne war im Mai 2013 wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den deutschen Luftraum und drohender Mehrkosten von 500 bis 600 Millionen Euro abgebrochen worden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das unbemannte Flugzeug des US-Herstellers Northrop Grumman den Steuerzahler bereits rund 600 Millionen Euro gekostet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr M. Gandhi

14.11.2014, 20:49 Uhr

Es war den verantwortlichen Politikern bekannt!!!! ... trotzdem wurde der Termin verpennt!! Wo bleiben die Konsequenzen?? Rausschmeissenund Pension kippen, zudem 5 Jahre Haft!

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