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12.02.2015

11:40 Uhr

Red Bull & Co.

SPD-Politikerin fordert Mindestalter für Energydrinks

Die SPD-Verbraucherexpertin Elvira Drobinski-Weiß dringt auf eine Änderung des Jugendschutzgesetzes. Sie fordert, die Abgabe von Energydrinks erst ab 18 Jahren zu erlauben.

SPD-Verbraucherexpertin Elvira Drobinski-Weiß fordert, die gerade bei jugendlichen Partygängern beliebten Energydrinks für unter 18-Jährige zu verbieten. dpa

Mindestalter gefordert

SPD-Verbraucherexpertin Elvira Drobinski-Weiß fordert, die gerade bei jugendlichen Partygängern beliebten Energydrinks für unter 18-Jährige zu verbieten.

SaarbrückenAus der SPD kommen Forderungen nach einem Abgabeverbot von Energydrinks an unter 18-Jährige. Energydrinks seien nicht für Minderjährige gemacht und sollten ihnen deshalb „nicht verkauft werden dürfen“, sagte die Verbraucherexpertin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiß, der „Saarbrücker Zeitung“ vom Donnerstag. Mit einer Änderung des Jugendschutzgesetzes solle das Verbot umgesetzt werden.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich bereits dafür ausgesprochen, eine Altersbeschränkung für den Kauf der umstrittenen Energydrinks zumindest zu prüfen, weil die hohen Koffeinbelastungen für Kinder und Jugendliche nicht unbedenklich seien. Auch Verbraucherschutzorganisationen fordern seit längerem eine Altersbeschränkung.

Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) lehnt dies allerdings ab und verweist auf die geltenden Grenzwerte und Warnhinweise. Drobinski-Weiß kritisierte hingegen, mit besserer Kennzeichnung und Aufklärung seien „Jugendliche in Partylaune kaum zu erreichen“. Das Abgabeverbot müsse daher durch eine Änderung des Jugendschutzgesetzes umgesetzt werden.

Zucker – der süße Energielieferant

Kohlenhydrat

Zucker ist ein Kohlenhydrat und hat einen hohen Kaloriengehalt. Der Energielieferant kommt in der Natur in verschiedenen Formen vor.

Quelle: dpa/zentrum-der-gesundheit.de

Haushaltszucker

Der Haushaltszucker (Saccarose) wird hauptsächlich aus Zuckerrohr und wie in Deutschland aus Zuckerrüben gewonnen.

Zucker hat viele Namen (1)

Es gibt verschiedene Sorten wie Kristallzucker, Puderzucker, Würfelzucker oder Kandis. In westlichen Gesellschaften ist der Konsum von raffiniertem Zucker zur täglichen Sucht geworden.

Zucker hat viele Namen (2)

Der Zuckergehalt eines Produktes wird häufig absichtlich vor dem Konsumenten „versteckt“. In der Zutatenliste des Etiketts wird der Zucker nämlich nicht unbedingt auch als solcher deklariert. Da steht vielleicht Saccharose oder Glukosesirup (als billiger Ersatz für Haushaltszucker, der nicht minder gefährlich ist).

Zucker hat viele Namen (3)

Oft enthalten Produkte auch reinen Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose), Milchzucker (Laktose) oder Malzzucker (Maltose). Bei all diesen Zuckerarten handelt es sich um raffinierte Industriezucker – ganz egal, ob sie nun aus der Milch oder aus Früchten gewonnen wurden.

Fruchtzucker

Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, klingt gesünder, hat aber keinen geringeren Energiegehalt als Kristallzucker. So müssen Diabetiker den Fruchtzucker wie normalen Zucker berechnen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass ein Übermaß an Fruktose in der Ernährung die Entwicklung von Fettleibigkeit begünstigt.

Künstliche Süßstoffe

Aspartam ist ein bekannter Süßstoff, der synthetisch hergestellt wird. Er ist in Softdrinks und Kaugummi weit verbreitet. Es gibt immer wieder Debatten, ob künstliche Süßstoffe gesundheitsgefährdend sind. Aspartam wurde in Deutschland 1990 zugelassen, die erlaubte Tagesdosis beträgt 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Natürliche Süßstoffe (Stevia)

Das zerkleinerte Stevia-Blatt ist 30-mal süßer als Kristallzucker. Wird der Süßstoff aus dem Blatt isoliert, erhält man den Süßstoff Steviosid, der 250- bis 300-mal süßer als Zucker ist. Ein weiterer Stoff, der aus der Pflanze gewonnen werden kann, ist das Rebaudiosid-A – 300- bis 450-mal süßer als Zucker.

Gesundheitsrisiko

Heute wird darüber diskutiert, ob Zucker ein Gesundheitsrisiko ist. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker ist in Deutschland und den USA mit mehr als 30 Kilogramm jährlich ähnlich hoch.

Maissirup

Die Amerikaner konsumieren aber mehr Maissirup, der häufig in Softdrinks verwendet wird. Er trägt möglicherweise zu Fettleibigkeit und einigen Erkrankungen bei.

Laut Experten kann der übermäßige Konsum der hoch dosierten Koffein-Getränke, die wach halten und leistungsfördernd sein sollen, zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Besonders beliebt sind sie bei jugendlichen Partygängern.

Von

afp

Kommentare (3)

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Herr Woifi Fischer

12.02.2015, 11:59 Uhr

Red Bull & Co SPD-Politikerin fordert Mindestalter für Energydrinks. Keine Bevormundung der Bürger durch Parteien oder selbsternannten Experten, der Freie und mündige Bürger kann und muß frei entscheiden können, was er kaufen möchte oder nicht. Wir Bürger sind Gottseidank noch nicht ganz verblödet. Wie kann sie eine Verbraucherexpertin werden bei diesem Berufsweg, nach dem Abitur an der Liebfrauenschule in Oldenburg absolvierte Elvira Drobinski-Weiß von 1971 bis 1977 ein Studium der Pädagogik an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, welches sie mit dem ersten und dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen sowie als Diplom-Pädagogin beendete. Sie war danach zunächst im Schuldienst des Landes Niedersachsen tätig und wechselte 1979 nach Baden-Württemberg, wo sie zuletzt Rektorin an der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Kollnau in Waldkirch war.

Herr Roland Müller

12.02.2015, 12:36 Uhr

Politiker die keine anderen Probleme haben, als Red Bull und Co. unter 18 Jahren zu verbieten, sind überflüssig wie ein Kropf.

Herr Fernando Fernandez

12.02.2015, 13:31 Uhr

....kommt mir vor wie ein Schildbürgerstreich...nur Redbull & Co? was ist mit Kaffee und Grünem Tee? Colagetränke sowieso, oder? Alkohol ab 16 ist gewissen Mengen erlaubt, wählen dürfen die Jugendlichen, Steuern zahlen und Autofahren aber Energydrinks werden verboten...wer keine Probleme hat, das macht sich welche...

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