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02.06.2015

12:34 Uhr

Reform der Währungsunion

Merkel will Euro-Länder enger verzahnen

Einem Medienbericht zufolge will Bundeskanzlerin Angela Merkel die Währungsunion reformieren. Länder der Euro-Zone sollen enger zusammenarbeiten. Länder, die nicht in der Währungsunion sind, blieben außen vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel denkt offenbar über eine Reform der Währungsunion nach. So soll es etwa regelmäßige Gipfeltreffen der Eurozone geben. dpa

Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel denkt offenbar über eine Reform der Währungsunion nach. So soll es etwa regelmäßige Gipfeltreffen der Eurozone geben.

HamburgBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) denkt offenbar über eine Reform der Europäischen Währungsunion nach. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ zitierte am Dienstag aus einem vertraulichen deutsch-französischen Papier, das eine engere Verzahnung der Euro-Staaten anstrebt.

Demnach soll es „regelmäßigere Gipfeltreffen der Euro-Zone“ geben. Die Handlungsfähigkeit der Gruppe der Euro-Finanzminister solle verbessert werden – „einschließlich einer Stärkung ihres Präsidenten und der Ressourcen, über die er verfügt“.

Die Euro-Familie und der Rest der EU

Nachwuchs

Die Euro-Familie hat Nachwuchs bekommen: Mit Litauen sind von 2015 an 19 der 28 EU-Staaten Mitglied der Eurozone. Wie geht es weiter? Die meisten der anderen neun Länder haben keine Wahl. Fast alle müssen aufgrund der EU-Verträge der Währungsunion beitreten, sobald sie dafür reif sind.

Rumänien

Das Land will den Euro nach letztem Stand 2019 einführen. Dies hatte die Regierung Anfang Mai in Brüssel angemeldet. Allerdings ist die Zustimmung in der Bevölkerung kontinuierlich gesunken.

Tschechien

Der deutsche Nachbar ist nach Ansicht der Regierung noch längst nicht bereit für den Euro. Als möglichen Termin hat sie zuletzt das Jahr 2020 genannt.

Ungarn

Die rechts-konservative Regierung des Landes strebt in absehbarer Zeit nicht an, den Forint durch den Euro zu ersetzen: „Wir sprechen da nicht vom nächsten Jahr, sondern vom nächsten Jahrzehnt oder den nächsten zwei oder drei Jahrzehnten.“ In der Bevölkerung ist eine knappe Mehrheit der Bevölkerung für die Einführung des Euro.

Bulgarien

In dem Land ist der Euro derzeit kein Thema. Das Land werde den Euro einführen, „allerdings nicht um jeden Preis“, lautet das Credo der Regierung. Rund zwei Drittel der Bulgaren wollen die heimische Währung Lew nicht durch den Euro ersetzen.

Kroatien

Auch für Kroatien ist der Abschied von der Landeswährung Kuna kein Thema, zumal die Wirtschaft des jüngsten EU-Mitgliedslandes faktisch schon intensiv mit dem Euro arbeitet. So werden viele Preise auch in Euro angegeben. Notenbankchef Boris Vujcic hält einen Beitritt vor 2019 für unmöglich; die Öffentlichkeit ist gegen den Euro.

Vereinigtes Königreich

Die Briten haben das vertraglich zugesicherte Recht, das Pfund zu behalten, auch wenn sie für den Euro qualifiziert wären. Sie gehören nicht zum Europäischen Wechselkursmechanismus, der als „Vorzimmer“ zum Euro gilt. Bei den euroskeptischen Briten ist keine Abkehr von diesem Sonderweg in Sicht.

Dänemark

Auch die Dänen hat das Recht, sich gegen die Euro-Einführung zu sperren. Im Jahr 2000 entschieden sich die Dänen in einer Volksabstimmung dagegen, die eigene Krone zugunsten der Gemeinschaftswährung aufzugeben. Dänemark gehört zum Europäischen Wechselkursmechanismus.

Schweden

Die Schweden hatten sich in einer Volksentscheidung 2003 gegen eine Ablösung ihrer Krone durch den Euro ausgesprochen. Aktuell verhindert das Land einen Euro-Beitritt, indem es kein Mitglied des Wechselkursmechanismus ist. Vertraglich ist aber geregelt, dass Schweden beitreten muss, sobald es reif für den Euro ist.

Polen

Die Polen haben es mit dem Beitritt zur Eurozone nicht eilig. Die Regierung will sich noch nicht auf ein Datum für die Einführung des Euro festlegen. Es sei zu früh, einen Zeitpunkt zu nennen, heißt es in Warschau.

Zusätzlich sollen „spezifische, der Euro-Zone gewidmete Strukturen im Europäischen Parlament“ geschaffen werden, damit eine demokratische Kontrolle der neuen Befugnisse gewährleistet werden könne, heißt es dem Bericht zufolge in dem Papier. Das Dokument wurde demnach von Merkel und dem französischen Präsidenten François Hollande vorbereitet und soll dem EU-Gipfel Ende Juni vorgelegt werden.

Das Programm soll den deutsch-französischen Überlegungen zufolge für die Mitgliedsstaaten der Euro-Zone „verpflichtend sein“. Auch jene Länder, die sich auf die Einführung des Euro vorbereiten, sollten sich daran beteiligen. Dies hieße aber auch, dass jene Länder, die nicht in der Währungsunion dabei sind, außen vor blieben.

In einem ersten Schritt solle geprüft werden, ob ein solches Vorgehen rechtlich möglich sei, berichtete „Die Zeit“.

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Von

afp

Kommentare (6)

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Herr Ragin Allraun

02.06.2015, 15:03 Uhr

Freu Merkel will und wird Deutschland in seiner Konstitution abschaffen zu eliminieren, zugunsten eines pseudoeuropäischen und utopischen Mischmaschkonstruktes, den der deutsche Bürger und Arbeitsmuli bezahlt und ausstaffiert.

Das ist an Idiotie nicht mehr zu toppen, die muss so schnell wie möglich in die Klapsmühle !

Herr Helmut Paulsen

02.06.2015, 15:48 Uhr

Merkels-Bürger-Klaps-Mühle:

http://www.tagesspiegel.de/images/deutschland-berlin-kulturbrauerei-bundeskanzlerin-angela-merkel-im-dialog-mit-buergern-zum-thema/11857438/2-format14.jpg

Naiver Minimalismus. "Wenn die Sonne scheint, sind wir alle glücklich".

Verordnete Naiv-Psychiatrie Deutschland a la Merkel.


Grinsend in den Toleranz-Abgrund. Amerika wartet schon auf uns deutsche Deppen mit TTIP - da wird "Flüssignahrung in Schnabeltassen" verabreicht .....

Herr Helmut Paulsen

02.06.2015, 15:50 Uhr

"Zerriebener EU-Staatenbrei" als Nahrung für Amerika zu deren Sanierung vorbereiten - das ist die Aufgabe von EURO und Frau Merkel.

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Merkels-Bürger-Klaps-Mühle:

http://www.tagesspiegel.de/images/deutschland-berlin-kulturbrauerei-bundeskanzlerin-angela-merkel-im-dialog-mit-buergern-zum-thema/11857438/2-format14.jpg

Naiver Minimalismus. "Wenn die Sonne scheint, sind wir alle glücklich".

Verordnete Naiv-Psychiatrie Deutschland a la Merkel.


Grinsend in den Toleranz-Abgrund. Amerika wartet schon auf uns deutsche Deppen mit TTIP - da wird "Flüssignahrung in Schnabeltassen" verabreicht .....

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