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08.01.2004

10:54 Uhr

"Reformen können nur erster Anfang sein"

DIHK: 2004 droht weiterer Stellenabbau

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen 2003 wertet Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) als „Warnschuss“.

HB BERLIN. Wansleben: „Die katastrophale Arbeitslosigkeit ist ein Symptom für den hohen Reformbedarf in Deutschland.“ 2003 sei, so Wansleben weiter, ein „verlorenes Jahr für den Arbeitsmarkt“ gewesen und nach Schätzungen des DIHK für 2004 drohe schon jetzt ein weiterer Abbau von 100 000 Arbeitsplätzen. Wansleben forderte: „Die Politik darf sich deshalb jetzt nicht zurücklehnen und allein auf bessere Konjunktur hoffen.“

Die jüngsten Reformen könnten nur ein erster Anfang sein. Nicht zuletzt die dramatische Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt habe der Bevölkerung klar gemacht, dass es ohne einen tief greifenden Kurswechsel nicht aufwärts gehen kann. „Wir brauchen weiterhin einen Wettstreit um die besten Reformkonzepte - das gilt für die Einkommensteuerreform ebenso wie für die sozialen Sicherungssysteme“, betonte Wansleben. In der Kranken- und Pflege- versicherung müsse die Leitlinie „weniger Lohnzusatzkosten statt Bürgerversicherung“ lauten. Denn die Negativrekorde am Arbeitsmarkt seien auch Spiegelbild der hohen Belastung des Faktors Arbeit mit Steuern und Abgaben.

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