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01.02.2012

13:33 Uhr

Regionale Unterschiede

Jedes dritte Berliner Kleinkind ist arm

Die Zahl der in Armut lebenden Kinder ist laut einer neuen Studie innerhalb Deutschlands sehr verschieden. Spitzenreiter ist Berlin. Hier leben über ein Drittel aller unter Dreijährigen unterhalb der Armutsgrenze.

Ein Junge schaukelt im Hof einer Hochhaussiedlung in Duisburg. dapd

Ein Junge schaukelt im Hof einer Hochhaussiedlung in Duisburg.

Berlin/GüterslohBei der Kinderarmut zeigen sich krasse Unterschiede innerhalb Deutschlands. Berlin ist das Land mit der höchsten Armutsquote, wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt. In der Hauptstadt sind 36,3 Prozent aller unter Dreijährigen von Armut betroffen. Am besten stehen Bayern und Baden-Württemberg da: hier liegt die Quote nur bei zehn beziehungsweise elf Prozent.

Der Studie zufolge tragen die unter Dreijährigen das höchste Armutsrisiko aller Kinder. Es zeigte sich aber auch, dass die Kinderarmut in Deutschland insgesamt rückläufig ist.

Ähnlich bitter wie in Berlin ist die Lage in den Großstädten Dortmund, Essen und Leipzig, wo sich die Quote ebenfalls zwischen 33 und 35 Prozent bewegt. In München wuchsen dagegen nach den aktuellsten Zahlen von 2009 lediglich 12,6 Prozent der unter Dreijährigen in Armut auf. In Stuttgart waren es 15,7 Prozent. Köln, Frankfurt, Dresden und Nürnberg liegen mit rund 25 Prozent dazwischen.

Bremen als Stadtstaat steht mit 35,5 Prozent fast so schlecht da wie der „Spitzenreiter“ Berlin; im nahe gelegenen Hamburg hingegen leben nur 24 Prozent aller Kinder in Armut. Viele arme Kinder wachsen auch in Sachsen-Anhalt (33,2 Prozent), in Mecklenburg-Vorpommern (31,2) auf, sowie Sachsen und Brandenburg (jeweils gut 26 Prozent).

Erfasst wurden alle 412 Kreise und kreisfreien Städte. Erstmals weist die Stiftung exemplarisch nach, dass das Armutsgefälle innerhalb ein und derselben Stadt sogar noch erheblich höher sein kann als zwischen den Regionen. Dies zeigt sich an den Städten Heilbronn in Baden-Württemberg und Jena in Thüringen. Hier liegt in manchen Stadtteilen die Armutsquote von Kindern unter drei Jahren nur bei etwas über einem Prozent, in anderen bei über 50 Prozent.

Stiftungsvorstand Jörg Dräger plädierte als Konsequenz für eine andere Verteilung staatlicher Gelder. „Wo die Probleme größer sind, muss auch mehr Geld für gute Kitas und gezielte Förderung in Brennpunkten investiert werden.“ Es gibt auch Hoffnungsschimmer, denn alle Bundesländer verzeichnen einen leichten Positivtrend. Auch in Berlin besserte sich die Lage: Zwei Jahre zuvor hatte die Armutsquote dort noch bei 39,9 Prozent gelegen, also dreieinhalb Prozentpunkte höher.

Kommentare (7)

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Peer

01.02.2012, 13:56 Uhr

Hallo Frau Merkel,

wenn sie das Problem wirklich lösen wollen, dann halten Sie sich bitte an geltendes Recht!!!



Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei wurde am 30. Oktober 1961 in Bad Godesberg unterzeichnet und führte, trotz gegenteiliger vertraglicher Ausgestaltung (Befristung der Aufenthaltsdauer auf maximal zwei Jahre, sogenanntes Rotationsprinzip), zum Beginn einer türkischen Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland. Die angeworbenen Arbeiter wurden in Deutschland als Gastarbeiter bezeichnet.

Da vertragsgemäß lediglich ein maximal zweijähriger Arbeitsaufenthalt der türkischen Arbeitskräfte vorgesehen war (Rotationsprinzip), gab es folgerichtig auch keine Überlegungen oder gar Planungen hinsichtlich einer dauerhaften Ansiedlung der türkischen Zuwanderer.

Bitte führen Sie die Türken in ihre Heimat zurück.

Account gelöscht!

01.02.2012, 14:57 Uhr

Aber dafür ist Berlin doch sexy.
Dann ist ja alles gut
Dieses ganze Land it ein Schweineland geworden

Account gelöscht!

01.02.2012, 15:03 Uhr

Dazu fehlt noch zu erwähnen, dass jedes 3. Berliner Kleinkind türkischer Abstammung ist.

http://www.berlin.de/lb/intmig/presse/archiv/20080702.1000.104149.html

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