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10.07.2011

14:02 Uhr

Reise nach Danzig

Merkel zu Besuch beim polnischen Präsidenten

Mit einem privaten Treffen an der polnischen Ostseeküste haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Bronislaw Komorowski die Beziehungen beider Länder vertieft.

Angela Merkel und der polnische Präsident Komorowski in Danzig. Quelle: dpa

Angela Merkel und der polnische Präsident Komorowski in Danzig.

Danzig Bei einem Spaziergang in Danzig zeigte das polnische Staatsoberhaupt der Kanzlerin am Samstag zunächst Sehenswürdigkeiten der Hansestadt, darunter den Artushof mit Neptunbrunnen und die Marienkirche. Anschließend ging es zur Sommerresidenz Komorowskis auf der Halbinsel Hela. Die polnischen Medien bewerteten den Besuch als Signal der deutschen Unterstützung für die polnische EU-Ratspräsidentschaft. Warschau hat den halbjährigen EU-Vorsitz am 1. Juli übernommen.

Der private Besuch gilt als ein weiteres Zeichen für die enge Partnerschaft zwischen Berlin und Warschau. Vor knapp drei Wochen fanden in Warschau deutsch-polnische Regierungskonsultationen statt, bei denen ein Arbeitsprogramm mit fast 100 Projekten beschlossen wurde. Die beiden Politiker wurden von ihren Ehepartnern, Anna Komorowska und Joachim Sauer, begleitet. Am Langen Markt suchten sie bei traditionellem Danziger Gewürzlikör - „Goldwasser“ - und Bier Entspannung in einem Café. Aus Danzig stammt Merkels Mutter.

Am Nachmittag fuhren die Ehepaare in einem Boot der polnischen Marine zur Halbinsel Hela. Im Badeort Jurata befindet sich Komorowskis Sommerresidenz. An einem Abendessen nahmen auch Polens Regierungschef Donald Tusk und seine Frau teil. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert handelte es sich um einen „sehr schönen und sehr harmonisch verlaufenen Besuch“, mit dem das enge deutsch-polnische Verhältnis unterstrichen worden sei. Merkel kehrte am Sonntag zurück nach Berlin. Mitte April hatte Komorowski auch Bundespräsident Christian Wulff auf Hela privat empfangen.

In Danzig wurde die CDU-Politikerin von Touristen und Einwohnern immer wieder freundlich begrüßt. Sie sprach auch mit deutschen Touristen, von denen es um diese Jahreszeit in Danzig viele gibt. Der Direktor des Historischen Museums, Adam Koperkiewicz, sagte später der polnischen Nachrichtenagentur PAP, die Kanzlerin habe viele Detailfragen gestellt. Sie habe nicht glauben wollen, dass viele Bürgerhäuser keine Originalbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert seien, sondern nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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werneremil

10.07.2011, 15:27 Uhr

spinatwachtel privat in danzig und danzig nach wie vor polnisch.gibt es noch einen groesseren fettnapf?oder will sie gemaess hitlerschem erbe auskundschaften was der beste zeitpunkt ist,polen mit russland zu teilen???

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