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05.03.2013

11:27 Uhr

Rekordüberschuss

FDP zieht mit praller Kriegskasse in den Wahlkampf

Viele Mitglieder geben ihr FDP-Parteibuch zurück – doch in finanzielle Nöte bringen sie die Bundespartei nicht. Erfolgreiche Landtagswahlen, treue Spender und eisernes Sparen bescheren der FDP einen Rekordgewinn.

Führen die Partei im Wahlkampf (v.l.): der Vorsitzende Philipp Rösler (l-r), Spitzenkandidat Rainer Brüderle und Außenminister Guido Westerwelle. dpa

Führen die Partei im Wahlkampf (v.l.): der Vorsitzende Philipp Rösler (l-r), Spitzenkandidat Rainer Brüderle und Außenminister Guido Westerwelle.

BerlinDie FDP geht trotz ihres Mitgliederschwunds finanziell gut gerüstet in die Bundestagswahl. Im vergangenen Jahr erzielte die Bundespartei mit mehr als 3,5 Millionen Euro den größten Überschuss ihrer Geschichte. Dies sei das Ergebnis von mehr Spenden, reduzierten Ausgaben und Beteiligungsverkäufen, sagte FDP-Schatzmeister Otto Fricke am Dienstag. „Das hat zu einem ordentlichen Überschuss geführt, den die FDP aber im Wahlkampfjahr benötigt.“ 2011 verbuchte die Bundespartei noch ein Defizit von 600.000 Euro. Die Mitgliederzahl lag Ende 2012 bei knapp 59.000. Ein Jahr zuvor waren es über 63.000 Parteigänger.

Besonders teuer waren 2011 der Mitgliederentscheid und der Sonderparteitag zum Kurs bei der Euro-Rettung. Daraufhin traten die Liberalen auf die Kostenbremse und senkten Ausgaben dauerhaft um rund ein Drittel. Dazu kamen im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von etwa einer Million Euro. Auch löste die FDP ihre umstrittenen wechselseitigen Beteiligungen mit dem Glücksspiel-Automaten-Hersteller Gauselmann. Das brachte der FDP unter dem Strich eine sechsstellige Summe ein.

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Das starke Abschneiden bei den jüngsten Wahlen spült zeitversetzt Geld aus der Parteienfinanzierung in die Kassen. „Die guten Ergebnisse der letzten drei Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen und das Spendenaufkommen dort haben mit dafür gesorgt, dass wir unsere Finanzen stabilisiert haben“, sagte Fricke, der am Wochenende beim Parteitag in Berlin erneut als Schatzmeister kandidiert. Für den Bundestagswahlkampf hat die FDP bisher ein Budget von rund vier Millionen Euro angesetzt. Die Altschulden der Bundespartei liegen bei etwa 4,9 Millionen Euro.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

05.03.2013, 11:46 Uhr

Gesetzgebung gegen Gebühr. Movenpickgesetz usw.

Ein Geschäftsmodell das sich rechnet. Es zahlt: Die Demokratie, und damit die Bürger.

Radek

05.03.2013, 11:54 Uhr

Ohne die "Leihstimmen" der CDU ist diese Partei erledigt.
Die Union kann es sich keinesfalls mehr leisten, der FDP leihweise Stimmen zur Verfügung zu stellen, da sie selber durch die Parteigründung "Alternative für Deutschland" mit Schwundstimmen in erheblicher Anzahl zu rechnen hat.

Auch eine einigermaßen gefüllte Kriegskasse wird der FDP nicht zu einem erneuten Einzug in den Bundestag verhelfen.

Neuanfang

05.03.2013, 13:08 Uhr

Die FDP ist am ENDE!
Selbst ein Hans-Olaf Henkel findet Gefallen an der neuen Partei:
„Alternative für Deutschland“
Endlich!

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