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17.04.2015

08:24 Uhr

Religiöse Konflikte

Entwicklungsminister Gerd Müller reagiert mit „Strategiepapier“

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat ein Entwicklungspapier ausgearbeitet und damit auf zunehmende religiöse Konflikte reagiert. Der Minister will auch abendländische Werte betont sehen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat eine Strategie fürs Miteinander von Religionen vorgelegt: Partnerschaft bedeute zwar, Verschiedenheit und die jeweiligen Traditionen zu respektieren, allerdings „ohne einem Werterelativismus zu verfallen“. dpa

Friedliches Zusammenleben?

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat eine Strategie fürs Miteinander von Religionen vorgelegt: Partnerschaft bedeute zwar, Verschiedenheit und die jeweiligen Traditionen zu respektieren, allerdings „ohne einem Werterelativismus zu verfallen“.

HannoverUnter dem Eindruck eines wachsenden Einfluss des Islam und vor dem Hintergrund zunehmender religiös motivierter Auseinandersetzungen strebt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) laut einem Zeitungsbericht offenbar eine Entwicklungspolitik an, die sich stärker an abendländisch-jüdischen Traditionswerten orientiert. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ schrieb am Freitag, dies gehe aus einem ihr vorliegenden „Strategiepapier“ der Leitungsspitze des Ministeriums hervor.

Unter dem Titel „Wertebasierte Entwicklungspolitik“ spreche sich das noch als vertraulich eingestufte Handlungskonzept dafür aus, Deutschland müsse sich bei seiner Ausrichtung nach innen wie nach außen klar „zu den eigenen Werten und einer wertebasierten Entwicklungspolitik“ bekennen. „Diese Grundüberzeugung speist sich unter anderem aus unserer christlich-jüdischen Tradition und einem christlichen Menschenbild“, zitierte die „HAZ“ aus dem Ministeriumspapier.

Religion entwickele sich mehr und mehr zu einer Ressource, heißt es weiter. „Das Potenzial von Religion für nachhaltige Entwicklung muss daher stärker berücksichtigt werden“, zitiert die Zeitung aus dem Positionspapier. Partnerschaft bedeute zwar, Verschiedenheit und die jeweiligen Traditionen zu respektieren, allerdings „ohne einem Werterelativismus zu verfallen“.

Von

afp

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