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09.01.2006

07:33 Uhr

Renommierte Forschungseinrichtungen haben mitgewirkt

Studie misst Biogas große Bedeutung bei

Biogas könnte in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Gasversorgung in Deutschland leisten. Das ist das Ergebnis einer noch unveröffentlichten Studie des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW), die dem Handelsblatt (Montagsausgabe) vorliegt.

BERLIN. Dem Papier zufolge, an dem renommierte Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer Institut und das Wuppertal Institut mitgewirkt haben, könnte in Deutschland bis zum Jahr 2030 Gas aus Biomasse jährlich eine Energiemenge von 166 Milliarden Kilowattstunden liefern. Das entspricht einem Volumen von 17 Prozent des derzeitigen deutschen Erdgas-Jahresbedarfs. Dazu müssten allerdings alle Möglichkeiten im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe, aus denen Biogas überwiegend gewonnen wird, genutzt werden.

Die Autoren gehen bei ihren Prognosen davon aus, dass in Deutschland in Zukunft weniger Ackerfläche für die Lebensmittelproduktion benötigt wird und entsprechend mehr Fläche für den Anbau nachwachsender Rohstoffe entsteht. Sie weisen darauf hin, dass es angesichts des dichten Erdgasnetzes in Deutschland selbst in dünn besiedelten Gebieten keine gravierenden Probleme bei der Einspeisung von Biogas ins Netz geben dürfte. Die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz ist derzeit allerdings noch nicht flächendeckend erprobt.

Union und SPD haben dem Thema Biomasse und Biokraftstoff in ihrem Koalitionsvertrag ein eigenes Kapitel gewidmet. Die Erforschung, Entwicklung und Markteinführung von Biomasse müsse vorangebracht werden, heißt es dort. Das Thema gewinnt durch den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine an Bedeutung. Der Streit hatte eine Debatte über die Abhängigkeit Deutschlands von Gaslieferungen aus Russland ausgelöst.

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