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06.12.2016

11:01 Uhr

Rente

CDU-Wirtschaftsrat fordert höheres Eintrittsalter

Der Wirtschaftsrat der CDU hat vor dem Parteitag eine Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hält mit dem Verweis auf Unterschiede in der Lebenserwartung dagegen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund bekräftigte in der Debatte um die Erhöhung des Renteneintrittsalters seine ablehnende Haltung . dpa

Rente

Der Deutsche Gewerkschaftsbund bekräftigte in der Debatte um die Erhöhung des Renteneintrittsalters seine ablehnende Haltung .

BerlinDer Wirtschaftsrat der CDU beharrt auf seiner Forderung, das Renteneintrittsalter weiter anzuheben und an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. „Mit der Mütterrente und der Rente mit 63 wurden bereits mehrere rote Ampeln überfahren“, sagte der Generalsekretär der Vereinigung, Wolfgang Steiger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagausgabe) unmittelbar vor dem CDU-Bundesparteitag. Nur durch eine längere Lebensarbeitszeit über den 67. Geburtstag hinaus sei „ein Kollaps des ganzen Systems“ zu verhindern. „Das Renteneintrittsalter muss deshalb fest an die Lebenserwartung geknüpft werden“, forderte Steiger.

Der Vorstoß hatte vor dem am Dienstag beginnenden CDU-Parteitag keine Mehrheit in der Parteispitze gefunden. Die ursprünglich im Leitantrag geplante Formulierung, die gewonnene Lebenszeit „in angemessenem Umfang auf zusätzliche Arbeit und zusätzlichen Ruhestand“ aufzuteilen, war gestrichen worden.

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Vertreter der SPD und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wiesen den Vorschlag zurück. „Statt immer wieder ein höheres Renteneintrittsalter zu fordern, sollte die Union lieber die Fragen beantworten, die jetzt anstehen“, erklärte die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe mit ihrem Gesamtkonzept die umfassendsten Vorschläge zur Alterssicherung vorgelegt, die es je gegeben habe: „Aus den Reihen der Union höre ich hingegen wenig Konkretes oder olle Kamellen.“

Der DGB verwies auf Unterschiede in der Lebenserwartung. „Im reichen Deutschland sterben arme Männer rund elf Jahre früher als wohlhabende, bei Frauen beträgt der Unterschied rund acht Jahre“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wer ein höheres Renteneintrittsalter fordere und dabei pauschal mit einer gestiegenen Lebenserwartung operiere, der verkenne gravierende Unterschiede, die von sozialen und ökonomischen Bedingungen abhingen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Michael Müller

06.12.2016, 10:51 Uhr

Bauerngespräch:
Ich habe nun meine Kühe so weit, dass sie mit dem halben Futter doppelt so viel Milch geben. Was machen die Kühe zum Dank: Sie verrecken!

Ähnlich könnte die Unterhaltung von Politikern über den Deutschen Rentner aussehen!

Meine Forderung:
- Bei Beamten die Lebensleistungspension einführen! Keine Pension anhand der letzten Dienstjahreseinkommen!
- Versicherungsfremde Leistungen ausschließen.
- Leistungen nur an Diejenigen, die auch einzahlten.
- Leistungen an Ehepartner nur nach mindestens 10 Ehejahren.

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