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21.03.2016

14:23 Uhr

Rente in Deutschland

Größte Rentenerhöhung seit mehr als 20 Jahren

Um 4,25 Prozent sollen die Renten im Westen steigen, um 5,95 Prozent im Osten. Das kündigt Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles an. Was die Gründe für das üppige Rentenplus zum 1. Juli sind.

Nahles

„Stärkste Rentenerhöhung seit 23 Jahren“

Nahles: „Stärkste Rentenerhöhung seit 23 Jahren“

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BerlinDie Bezüge der 20,6 Millionen Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli so stark wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr. Im Westen würden die Renten um 4,25 Prozent und im Osten um 5,95 Prozent erhöht, teilte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles am Montag in Berlin mit. Die Rentner profitierten unmittelbar von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt, dem Wachstum der Wirtschaft und steigenden Löhnen, sagte die SPD-Politikerin. Insgesamt handelt es sich um das stärkste Plus seit 23 Jahren. Im Jahr 1993 waren die Renten im Westen um 4,36 Prozent und in Ostdeutschland um 5,55 Prozent gestiegen.

Bezahlt wird die Rentenanhebung aus den Kassen der Rentenversicherung. Der Bundeshaushalt wird nicht belastet. Nahles unterstrich, die Erhöhung habe keine Auswirkung auf den Beitragssatz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dieser bleibe in den kommenden Jahren stabil bei 18,7 Prozent des Bruttolohns.

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Nach Angaben des Ministeriums beträgt die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung 3,78 Prozent in den alten und 5,48 Prozent in den neuen Ländern. Diese basieren auf den vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Daten nach den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Hinzu kommt neben diversen Berechnungsfaktoren ein Statistikeffekt, der 2015 die Rentenerhöhung verringert hatte und nun für ein zusätzliches Plus von etwa einem Prozent sorgt.

Der CDU-Rentenexperte Peter Weiß sagte, wirtschaftlich erfolgreiche Zeiten seien auch erfolgreiche Zeiten für die Rentner. Die noch stärkere Anhebung der Renten in den neuen Bundesländern führe zur weiteren Angleichung der Renten in Ost und West. Laut Arbeitsministerium beträgt der Rentenwert Ost jetzt 94,1 Prozent des Westwertes. Bisher waren es 92,6 Prozent.

Von

rtr

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