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11.06.2013

15:35 Uhr

Rente

Jede zweite Rente liegt unter Hartz-IV-Niveau

Sozialverbände warnen vor Altersarmut, denn fast die Hälfte der Renten hat 2012 unter 700 Euro betragen. Außerdem verdienen sich immer mehr Menschen im Alter mit einem Mini-Job etwas dazu.

Für „Mini-Renten“ sind laut der Präsidentin des Sozialverbands VdK Jobs auf Teilzeitbasis und im Niedriglohnsektor verantwortlich. dpa

Für „Mini-Renten“ sind laut der Präsidentin des Sozialverbands VdK Jobs auf Teilzeitbasis und im Niedriglohnsektor verantwortlich.

BerlinDie Sozialverbände schlagen angesichts der hohen Zahl von Renten unterhalb des Hartz-IV-Niveaus Alarm. Die „Bild“-Zeitung berichtete am Dienstag unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung, dass 2012 fast jede zweite Rente weniger als 700 Euro betragen habe. Zudem bessern einem weiteren Pressebericht zufolge immer mehr Rentner ihre Altersbezüge durch Mini-Jobs auf.

Dem „Bild“-Bericht zufolge bezogen im vergangenen Jahr 48,21 Prozent der Rentner weniger als 700 Euro Rente. Rund die Hälfte der Altersbezüge lag damit unter den durchschnittlichen Sätzen der Grundsicherung im Alter einschließlich der Zahlungen für Miete und Heizung. Bei den Neurentnern, die 2012 in Rente gingen, bezogen demnach sogar 54,85 Prozent eine Mini-Rente. Noch stärker betroffen sind dem Bericht zufolge Rentnerinnen im Westen, von denen 73 Prozent weniger als 700 Euro Rente im Monat erhielten.

Umfrage: Deutsche sorgen sich um die Rente

Umfrage

Deutsche sorgen sich um die Rente

Wenn es um die Rente geht, sind sich die Menschen in Deutschland sicher: Der Ruhestand fängt immer später an, die Rente schrumpft. Eine Umfrage offenbart großen Pessimismus.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) verwies darauf, dass das häufige Vorkommen von Renten unter 700 Euro „zu einem erheblichen Teil“ darauf beruhe, dass Versicherte nur kurze Zeit in die Rentenversicherung eingezahlt hätten. „Hierzu zählen etwa Selbstständige, Hausfrauen und Beamte, die nur kurz rentenversicherungspflichtig gewesen sind“, erklärte der Verband am Dienstag.

„Die Rentenhöhe alleine kann keine Auskunft über die Einkommenslage von Rentnerhaushalten geben.“ Derzeit bezögen lediglich rund zwei Prozent der Altersrentner zusätzlich Grundsicherung im Alter, weil Rente und weitere Einkommen zusammen unter dem Grundsicherungsniveau lägen.

Kommentare (19)

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Michael

11.06.2013, 15:59 Uhr

Was eine Überraschung?! Wie kommt das denn!?

"Außerdem verdienen sich immer mehr Menschen im Alter mit einem Mini-Job etwas dazu."

Wie schön wurde es doch von der Politik ausgedrückt? Sie "dürfen" seit diesem Jahr (oder war es Letztes?) nun 450€, statt 400 dazuverdienen. Wie Großherzig unsere Landesführer doch sind.

Account gelöscht!

11.06.2013, 16:03 Uhr

danke SPD

vandale

11.06.2013, 16:45 Uhr

Das ist einer der üblichen sozialistischen Propagandaschwindel.

Die staatliche Rente stellt nur einen Teil des Alterseinkommens dar. Menschen die sich im Lauf des Berufslebens selbstständig gemacht haben, Frauen die nach ein paar Berufstätigkeit sich der Familie gewidmet haben, oder meine Wenigkeit die einen Teil des Erwerbslebens im Ausland verbracht haben, haben geringere Renten.

Das insgesamt erzielte Volkseinkommen ist durch die Leistungsfähigkeit begrenzt. Mit der Alterung der Gesellschaft schrumpft der Spielraum eher als dieser zunimmt.

Vergleichsweise arm sind die Familien mit Kindern. Kinder stellen normalerweise die Zukunft einer Gesellschaft dar.

Aktuell wird von jung zu alt umverteilt. Intelligenter wäre der umgekehrte Weg sofern man von den ganzen Umverteilungsorgien des ökosozialistischen Komplexes begeistert ist.

Vandale

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