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28.06.2014

10:42 Uhr

Rente mit 63, Roaminggebühren, Warnwesten

Das ändert sich zum 1. Juli 2014

Die Renten steigen, die Verbraucherinsolvenz kann schon nach drei Jahren abgeschossen werden und telefonieren im EU-Ausland wird billiger: Zum 1. Juli treten neue Gesetze in Kraft. Eines betrifft alle Autofahrer.

Für die 20,5 Millionen deutschen Renter steigen die Bezüge: im Westen um 1,67 Prozent, im Osten um 2,53 Prozent. dpa

Für die 20,5 Millionen deutschen Renter steigen die Bezüge: im Westen um 1,67 Prozent, im Osten um 2,53 Prozent.

Frankfurt/MainAm 1. Juli tritt das neue Rentenpaket mit der Rente ab 63 und der Mütterrente als seinen Kernstücken in Kraft. Ab dem kommenden Monat sollen zudem überschuldete Bürger durch eine Reform des Verbraucherinsolvenzrechts schneller aus der Schuldenfalle kommen können. Zudem sinken die Preise für das Telefonieren im europäischen Ausland und Warnwesten werden in Deutschland für Autofahrer Pflicht.

Renten

Die verbesserte Mütterrente sieht vor, dass Frauen für vor 1992 geborene Kinder einen zusätzlichen Renten-Entgeltpunkt bekommen. Das entspricht einem Plus von 28 Euro pro Monat im Westen und gut 25 Euro im Osten. Zudem können künftig Arbeitnehmer schon mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, wenn sie 45 Versicherungsjahre aufweisen. Um eine Frühverrentungswelle zu verhindern, werden allerdings Arbeitslosenzeiten nur bis zwei Jahre vor der Rente mit 63 berücksichtigt. Zudem steigt die Erwerbsminderungsrente für künftige Neurentner. Auch das Reha-Budget wird aufgestockt.

Zeitungsbericht: Schlupfloch ermöglicht Rente mit 61

Zeitungsbericht

Schlupfloch ermöglicht Rente mit 61

Ein Teil der schwarz-roten Rentenreform ist offenbar fehlerhaft: Nach einem Bericht kann die Stichtagsregelung bei der Rente mit 63 leicht umgangen werden. Das räumte auch die Bundesregierung ein.

Außerdem bekommen ab dem 1. Juli alle rund 20,5 Millionen Rentner in Deutschland mehr Geld. Die Bezüge steigen im Westen um 1,67 Prozent, im Osten um 2,53 Prozent.

Verbraucherinsolvenzen

Wer überschuldet ist, soll durch Änderungen bei der Privatinsolvenz schneller die Chance auf einen Neuanfang bekommen. Ab dem 1. Juli können betroffenen Verbrauchern ihre Restschulden schon nach fünf oder sogar drei statt bisher sechs Jahren erlassen werden. Dafür gelten aber strenge Vorgaben.

Voraussetzung für den Schuldenerlass nach drei Jahren ist, dass Betroffene mindestens 35 Prozent der Gläubigerforderungen sowie die Kosten des Verfahrens für Gericht und Insolvenzverwalter beglichen haben. Eine vorzeitige Restschuld-Befreiung nach fünf Jahren ist möglich, wenn der Schuldner zumindest die Verfahrenskosten begleichen kann. Ansonsten bleibt es beim derzeitigen Verfahren mit einer Dauer von sechs Jahren.

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