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09.02.2006

08:43 Uhr

Rente mit 67 Jahren

Millionen drohen Rentenabschläge

Millionen von Beschäftigten drohen nach Zeitungsbericht in Zukunft Rentenabschläge, weil in ihren Arbeitsverträgen ein Ende des Beschäftigungsverhältnisses mit Erreichen des 65. Lebensjahres festgeschrieben ist.

HB BERLIN. Diese Regelung gelte für nahezu alle Manteltarifverträge der großen Branchen, schreibt das "Die Welt" unter Berufung auf Angaben des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Der Tarifexperte der Hans-Böckler-Stiftung, Reinhard Bispinck, sagte der Zeitung: „Ohne eine Neuregelung bedeutet dies, dass die betroffenen Arbeitnehmer Rentenabschläge in Kauf nehmen müssen, weil sie mit 65 vorzeitig in Rente gehen müssen.“ In den Manteltarifverträgen etwa der Metall- und Elektroindustrie, des öffentlichen Dienstes, des Großhandels, der Banken oder der Druckindustrie stehe eine entsprechende Passage, die das Ausscheiden mit Erreichen des 65. Lebensjahrs festlege. Eine Ausnahme von dieser Regel sei der Tarifvertrag der Chemieindustrie, der klarstellt, dass die gesetzlichen Bestimmungen gelten.

Die Union lehnt es ab, die Arbeitgeber per Gesetz zu zwingen, die Arbeitsverträge an die Anhebung der Altersgrenze anzupassen. "Das muss nicht gesetzlich geregelt werden", sagte der Rentenexperte der Unions-Fraktion, Peter Weiß (CDU). Es sei Sache der Tarifvertragsparteien, die Tarifverträge bis 2012 entsprechend anzupassen.

Das Kabinett hat in dieser Woche die "rente mit 67" beschlossen.Die Anhebung des Renteneintritssalters soll im Jahr 2012 beginnen. In diesem und den Folgejahren soll das reguläre Eintritssalter von bisher 65 Jahren jeweils um einen Monat angehoben werden. Ist ein Renteneintrittsalter von 66 Jahren nach zwölf Jahren erreicht, beschleunigt sich die Anhebung: Statt in Ein soll es sechs Jahre lang pro Jahr in Zwei-Monats-Schritten erhöht. Dies führt dazu, dass heutige Arbeitnehmer bereits ab dem Jahr 2029 bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten müssten, um den vollen Rentenbeitragssatz zu erhalten.

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