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08.01.2012

14:05 Uhr

Rente mit 67

SPD-Kandidat Albig will flexibles Eintrittsalter

VonHeike Anger

ExklusivDer schleswig-holsteinische SPD-Spitzenkandidat, Torsten Albig, hat sich für die Aussetzung der Rente mit 67 ausgesprochen. Eine Flexibilisierung des Renteneintrittsalters, wie sie Steinbrück fordert, begrüßt er aber.

Torsten Albig: Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein. dpa

Torsten Albig: Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein.

Berlin„Das wird die Weiterentwicklung der Diskussion sein“, sagte Albig im Interview mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Albig ehemals Sprecher von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück, verwies auf den Zusammenhang zwischen der Anhebung der Altersgrenze und der Fähigkeit des Arbeitsmarktes, älteren Menschen Arbeit anzubieten. „Da klafft eine Lücke, die dringend geschlossen werden muss. Sonst handelt es sich nur um ein Rentenkürzungsprogramm“, sagte Albig.

„Wir müssen aber in beide Richtungen denken: Was bieten wir Menschen, die länger als vorgesehen arbeiten möchten?“ Auf ihrem Parteitag Anfang Dezember hatte die SPD beschlossen, die Anhebung der Altersgrenzen auszusetzen, bis die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht. „Es ist richtig, dass wir jetzt die Aussetzung der Rente mit 67 beschlossen haben. Das Gesetz hat genau deshalb ja eine Revisionsklausel“, sagte Albig.

 

Kommentare (1)

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Mazi

08.01.2012, 15:51 Uhr

Kein schlechter Gedanke.

In der Tat ist die Lebenserwartung in den einzelnen Berufsschichten unterschiedlich. Deshalb ist es nicht mehr als richtig, das Renteneintrittsalter den jeweiligen Berufsschichten anzupassen.

Es geht aber nicht allein um das Renteneintrittsalter sondern auch um das Pensionseintrittsalter. Es ist dem Berechnungsprozedere des Renteneintrittsalter ebenso anzupassen.

Betrachtet man die anstehenden Pensionslast die auf den Staat zu rollt, so ist man mit der Reform der Pensionen schon sehr im Rückstand. Die Regierung kommt nicht umhin den Versorgungsempfängern mitzuteilen, dass die Pensionen in Zukunft nicht mehr in bekanntem Umfang gezahlt werden können. Die Pensionsempfänger sind daher anzuhalten/aufzufordern, eigene Vorsorge zu betreiben.

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