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27.01.2011

10:23 Uhr

Rentenerhöhungen

Rentnern winkt dreimaliger Geldsegen

Den rund 20 Millionen deutschen Rentnern winken einem Zeitungsbericht zufolge mindestens drei Rentenerhöhungen in Folge. In diesem und den kommenden beiden Jahren dürften die Steigerungen bei jeweils rund einem Prozent liegen, berichtete die „Bild“-Zeitung.

Die nächste Rentenanpassung steht zum 1. Juli an. Quelle: dpa

Die nächste Rentenanpassung steht zum 1. Juli an.

HB BERLIN. Das Blatt berief sich auf Schätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums zur Lohnentwicklung, die die Hauptgrundlage für die Rentenanpassung im jeweils darauffolgenden Jahr ist. Demnach geht die Bundesregierung für 2010 und 2012 von einem Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer um 2,2 Prozent aus.

Für das laufende Jahr werde ein Plus von 2,1 Prozent erwartet. Dem Blatt zufolge wird sich auch die Entspannung am Arbeitsmarkt positiv auf die Rentenanpassung auswirken. So gehe das Wirtschaftsministerium bis 2012 von einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahl auf über 40,5 Millionen aus. Die nächste Rentenanpassung steht zum 1. Juli an. Bundesregierung und Rentenversicherung hatten im Herbst eine Erhöhung der Bezüge von knapp einem Prozent vorhergesagt. Die genauen Zahlen liegen im Frühjahr vor.

Lediglich sechs Prozent der Bundesbürger glauben derweil, dass sie im Alter alleine von der gesetzlichen Rente leben können. Die große Mehrheit (91 Prozent) ist jedoch der Meinung, dass die gesetzliche Rente alleine nicht ausreichen wird. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage von Forsa im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD.

Dabei ist die Altersgruppe der 31-40-jährigen am skeptischsten, was die künftige Bedarfsdeckung durch die gesetzliche Rente angeht: So glauben nur zwei Prozent dieser Altersgruppe (31-40 Jahre) das sie im Alter alleine von der gesetzlichen Rente werden leben können. 94 Prozent der 31-40-jährigen sind dagegen der Meinung, die gesetzliche Rente werde nicht ausreichen, der Rest ist unentschieden. Im Durchschnitt ist die Meinung im Osten wie im Westen gleich: Hier sind im Schnitt nur sechs Prozent der Auffassung, dass im Alter alleine von der gesetzlichen Rente leben können. In der Altersklasse der 18-30-jährigen sind dies sieben Prozent, bei den 41-50-jährigen immerhin noch acht Prozent.

Die im Jahr 2006 getroffene Entscheidung, das gesetzliche Renteneintrittsalter in den nächsten Jahren schrittweise von 65 auf 67 Jahre anzuheben, finden 26 Prozent der Bundesbürger grundsätzlich richtig. Die Mehrheit (72 Prozent) hält den Entschluss jedoch für nicht richtig. Insbesondere Ostdeutsche und Bürger mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 3 000 Euro sprechen sich gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters aus. Am höchsten ist die Ablehnung in der Klasse derjenigen, die über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 1 000 - 2 000 Euro verfügen. Hier sind 83 Prozent der Befragten dagegen. Am höchsten (64 Prozent) ist die Zustimmung bei Bundesbürgern, die monatlich 3 000 Euro oder mehr an Nettoeinkommen haben.

Kommentare (4)

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AJ

27.01.2011, 12:23 Uhr

Hurra - Rentner brechen in Jubel aus!
Die Erhöhungen liegen weit unter der jährlichen Teuerungsrate. Rentner müssen immer mehr Ausgaben selbst tragen und werden von Steur-, beitrags- und Abgabensteigerungen deftig zur Kasse gebeten. in Wirklichkeit bleibt den Rentern jedes Jahr immer weniger Geld zum Leben. Und das durchschnittliche Rentenniveau wird auch weiter sinken. Keine guten Aussichten! in 15 - 20 Jahren werden die meisten Rentner nicht mehr von ihrer gesetzlichen Rente leben können.
Aber warum sollte es den Rentnern anders gehen, als dem Rest der bevölkerung?

Domenq

27.01.2011, 16:05 Uhr

Zeitschrift FOKUS:
ihr beitrag:

... Heute wieder 4 Euro weniger Netto.
Meine erste Einkommensabrechnung im neuen Jahr entlarvt das ganze Geschwätz als das, was es ist: Lüge, Propaganda, Wahlkampf... (Zur information: Öff.-Dienst, Angest., unverh.)...
wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.

Wolfgang

27.01.2011, 17:51 Uhr

"Geldsegen", dass ich nicht lache: Jahrelange Renten-Nullrunden (Außnahme Wahljahr), höhere Krankenkassenbeiträge, Rentenbesteuerung, 19% Mehrwertsteuer auf Medikamente, Kopfpauschale der Krankenkassen (der kleine Rentner bezahlt genausoviel wie der Top Manager),sowie die allgem. Kostensteigerungen wie Energie, Mieten, usw.
Die in Aussicht gestellten Erhöhungen bremsen noch nicht einmal die fortschreitende Verarmung der "Alten".
PS. Hört endlich mit den albernen Ost-West-Vergleichen auf, wie wäre es denn mal mit Nors-Süd?!

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